Bedienungshilfen

Verleihung des goldenen Ehrenrings

Der Ehrenring in Gold wird für besonders herausragende bürgerschaftliche Leistungen verliehen, die -aus welchen Gründen auch immer- nicht zur Verleihung des Ehrenbürgerrechtes führen.

Die Verleihung des Ehrenbürgerrechtes schließt die Verleihung des Ehrenringes in Gold ein.

Vorschläge für die Verleihung eines Ehrenringes können von jedem Bürger der Stadt Treuchtlingen eingebracht werden. Die Entscheidung trifft der Stadtrat.

(Richtlinien vom 12.04.1984)

Träger des goldenen Ehrenrings der Stadt Treuchtlingen

Siegbert Mrasek: Verleihung 2020

Herrn Siegbert Mrasek wurde aufgrund seiner vielseitigen langjährigen kommunalpolitischen Tätigkeiten in der Stadtratssitzung am 29. Oktober 2020 der goldene Ehrenring der Stadt Treuchtlingen verliehen.

24 Jahre war Siegbert Mrasek im Treuchtlinger Stadtrat und vertrat dort die Interessen der TBL-Fraktion. Bereits seit dem Jahr 1972, also stolze 48 Jahre, war er Ortssprecher seines Heimatdorfes Haag. Diese beiden Ämter übte Herr Mrasek zu aller Zufriedenheit aus. Im Jahr 2014 wurde ihm bereits der silberne Ehrenring aufgrund seiner 18-jährigen Ortssprechertätigkeit verliehen. Die Interessen unserer Stadt vertrat Siegbert Mrasek im Kreistag von 2011 bis 2020. Aufgrund dieser sehr engagierten kommunalpolitischen Tätigkeit hat der Stadtrat mehrheitlich beschlossen Siegbert Mrasek den goldenen Ehrenring zu verleihen. Bürgermeisterin Dr. Dr. Kristina Becker dankte ihm und überreichte ihm Urkunde und goldenen Ehrenring.

Die Urkunde zur Verleihung können Sie hier einsehen.

Werner Baum: Verleihung 2020

Laudatio von Klaus Fackler, Dritter Bürgermeister, der Stadt Treuchtlingen am 23.04.2020:

"Lieber Werner, liebe Christa,
liebe Angehörige der Familie,
meine sehr geehrten Damen und Herren des Stadtrats,

ich darf Sie/Euch alle recht herzlich hier in der Stadthalle Treuchtlingen begrüßen. Es ist mir eine Freude, heute die Verleihung des goldenen Ehrenrings an Herrn Werner Baum durchführen zu dürfen.

Die Arbeit als Bürgermeister und im Stadtrat steht oft genug im Schatten der Bundes- und Landespolitik und wird höchst selten mit Dank und Anerkennung verbunden. Für ihre Inhaber sind sie in aller Regel mit vielfältigen Belastungen und meist mit Ärger verbunden, von der zeitlichen Beanspruchung ganz abgesehen. Unsere kommunale Selbstverwaltung basiert aber mit gutem Grund auf dem ehrenamtlichen Element und der demokratischen Wahl durch die Gesamtheit der Bürgerinnen und Bürger Treuchtlingens. Das wird uns im „Hauptorgan“ unserer Stadt – immer wieder dann bewusst, wenn wir bei den Beratungen an die Begrenzungen stoßen, die uns von den Parlamenten im Bund und im Land gesetzt sind. Als Stadt sind wir in unseren Entscheidungen längst nicht so frei, wie wir es uns wünschen – und wie es – ich sage das ganz offen – zur Lösung der anstehenden Probleme hilfreich wäre. Diese nüchterne Feststellung möchte ich unserer heutigen festlichen Veranstaltung vorausschicken. Denn jetzt steht Werner Baum im Mittelpunkt, eine Persönlichkeit die oft genug erlebt hat, was es als verantwortungsbewusster Kommunalpolitiker heißt, mit den nicht selten schweren umzusetzenden und oft genug praxisfernen Vorgaben der Gesetzgeber zurecht zu kommen.

Während Deines langen politischen Wirkens für Deine Heimatstadt Treuchtlingen hast Du Dich über alle Maße um die Bürgerinnen und Bürger gekümmert. Dir war und ist es ein Anliegen, dass gerade diejenigen nicht in Vergessenheit geraten, deren Stimme nicht laut genug ist. Bei Deiner Arbeit hast Du stets nach Deinem Grundsatz gehandelt, Schwierigkeiten nicht aus dem Weg zu gehen, sondern sie aus dem Weg zu räumen. Deshalb hast Du Dich auch nicht – wie ich eingangs schon gesagt habe – von scheinbar unumstößlichen Hemmnissen beeinflussen lassen. Für Dich galt ein Wort von Franz Kafka: „Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis – vielleicht ist auch keines da“. Diese Maxime über 12 Jahre als Bürgermeister hinweg durchzuhalten, war nicht immer einfach. Es ist mühevoll, Auswege aus Situationen zu finden, die ausweglos erscheinen. Du hast Dich in all den Jahren nie mit Deiner Meinung hinter dem Berg gehalten. Bereits als junger Stadtrat, in Deinen Anfangsjahren, hast Du Deine Ideen und Vorschläge im Stadtrat voll Engagement eingebracht.

Seit Beginn Deiner Tätigkeit als Bürgermeister, am 01.05.2008, richtest Du das Augenmerk auf die kommunalen Einrichtungen, die Ansiedlung verschiedenster Institutionen und Betriebe, die Sanierung der Kindergärten und Schulen in der Stadt und den Ortsteilen, aber auch die „Pflege“ der bereits vorhandenen Betriebe und Einrichtungen. Mit Deiner Wiederwahl am 16.03.2014 konntest Du bereits angestoßene Projekte in weiteren 6 Jahren Bürgermeister-Tätigkeit abschließen bzw. weiter voran bringen. Jedoch waren auch während Deiner Amtszeit nicht immer nur schöne und erfreuliche Dinge zu erledigen, die auch sehr emotional geprägt waren, wie beispielsweise die Schließung des Gesundheitszentrums und des Seniorenwohn- und pflegeheims. Dennoch hast Du/haben wir im Stadtrat eine Lösung gefunden, mit welcher die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie auch die Bewohnerinnen und Bewohner zufrieden waren, nämlich der Weiterbetrieb des Seniorenzentrums an der Altmühltherme durch das BRK Südfranken sowie der Ansiedlung einer Fachklinik für Psychosomatik durch die Bezirkskliniken Mittelfranken.

Du gehörst seit Juli 2008 dem Bau- und Planungsausschuss des Bayerischen Städtetags und seit Mai 2011 dem Sportausschuss des Deutschen Städtetags an um auch weit über die Region hinaus die Interessen Treuchtlingens zu vertreten. Von 1990 bis 2007 trugst Du den Vorsitz der SPD-Stadtratsfraktion. Seit Oktober 1995 bist Du Mitglied im Kreistag Weißenburg/Gunzenhausen. Hier hat sich Deine Wiederwahl am 15.03.2020 bestätigt.

Du bist nicht nur politisch sehr aktiv, auch ehrenamtlich seit Deiner Jugend als Jugendleiter bei der DAV-Sektion. Dem Burgverein gehörst Du seit 1975 an, seit 1985 bist Du dort auch Erster Vorsitzender und setzt Dich hauptsächlich für die Sanierung und Forschung der Burgruine ein.

Für Dein 18-jähriges ehrenamtliches und kommunalpolitisches Engagement wurde Dir im Jahr 2002 der Silberne Ehrenring der Stadt Treuchtlingen verliehen.

Heute ist der Tag, Dir für Deinen unermüdlichen Einsatz zuerst als langjährigen Stadtrat (1984 – 1996 JG; 1996 – 2008 SPD = 24 Jahre Stadtrat) und anschließend als Ersten Bürgermeister der Stadt Treuchtlingen (2008 -2020 = 12 Jahre) Dank und Anerkennung auszusprechen. Dies soll hier in aller Form geschehen. Für Dich mag all das, was Du für Deine Heimatstadt Treuchtlingen getan hast, selbstverständlich und Ausdruck Deines Pflichtbewusstseins gewesen sein. Für unser Gemeinwesen ist Dein Wirken ein Glücksfall, dessen Dimension uns allen gerade am heutigen Tag bewusst ist.

Lieber Werner, hiermit darf ich Dir die Urkunde und den goldenen Ehrenring unserer Stadt überreichen.

Nochmals Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für Dein Engagement!"

Die Urkunde können Sie hier einsehen.

Weitere Informationen finden Sie unter der Rubrik Ehemalige Bürgermeister.

Richard Zäh: Verleihung 2016

Um den Betrieb seiner Familie weiterzuführen, besuchte Richard die Bauernschule in Herrsching am Ammersee, die er 1973 als Landwirtschaftsmeister abschloss.

Bereits drei Jahre zuvor (1970) hat er den Hof seines Vaters Adolf übernommen und trat ein paar Jahre später auch politisch in seine Fußstapfen. Richard ist bereits seit 1978, also seit 38 Jahren, Stadtratsmitglied. Seit 32 Jahren (1984) vertritt er als Kreisrat die Interessen unserer Stadt und des Landkreises gleichermaßen.

Von 1996 bis 2002 (6 Jahre) war er Dritter Bürgermeister und seit 2002 ist er Zweiter Bürgermeister von Treuchtlingen. Als Ortssprecher von Dietfurt fungierte er von 1978 bis 2014, also 36 Jahre. Außerdem war er von 1988 bis 2007 stellvertretender Kreisvorsitzender der CSU.

Welch hohes Ansehen er in Stadt und Land genießt, insbesondere jedoch bei der ländlichen Bevölkerung, zeigen seine jeweils hohen Stimmergebnisse bei den Stadtrats- und Kreistagswahlen.

Neben seinem politischen Engagement war und ist Richard in zahlreichen weiteren Funktionen aktiv.

Er war 22 Jahre Kreisvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft der CSU und von 1978 bis 2015 Mitglied im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Weißenburg bzw. Weißenburg-Gunzenhausen, wovon er 15 Jahre (1983 - 1998) Aufsichtsratsvorsitzender war.

Von 1984 bis 2004 war er ehrenamtlicher Richter beim Verwaltungsgericht Ansbach.

Richard Zäh ist seit seiner Jungend nicht nur politisch engagiert, sondern natürlich auch in den Dietfurter Vereinen.

Er war 30 Jahre (1973 – 2003) Kassier bei der Freiwilligen Feuerwehr Dietfurt, 30 Jahre Mitglied im Posaunenchor und 26 Jahre Kirchenvorstand in Dietfurt. Als Kirchenvorstand war er maßgeblich am Um- und Ausbau der Pfarrscheune für kirchengemeindliche Zwecke und für die Landjugend beteiligt.

Die Vielzahl der zeitraubenden Ehrenämter zeigen seine Pflichtauffassung gegenüber Staat und Gesellschaft. Er ist nicht nur Landwirt mit Leib und Seele, sondern stellt auch sein Wissen und seine Kraft dem Bauernverband zur Verfügung. Er ist seit 1977 Ortsobmann und gehört dem Kreisvorstand an.

Trotz dieser vielen Ämter war und ist ihm seine Familie immer sehr wichtig. Nächsten Monat feiern er und seine Frau Luise 46. Hochzeitstag. Seine drei Kinder Ute, Sabine und Jochen, sowie die vier Enkelkinder Maximilian, Bastian, Katharina und Magdalena sind sein ganzer Stolz.

Für sein Engagement und seinen Einsatz erhielt er zahlreiche Auszeichnungen.

1996 erhielt er bereits den Silbernen Ehrenring der Stadt Treuchtlingen für seinen 18-jährige Tätigkeit als Stadtrat und er ist Ehrenmitglied der Treuchtlinger CSU.

2007 erhielt er die kommunale Verdienstmedaille in Bronze.

Ihm wurde die Silberne Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes Bayern, die Silberne Ehrennadel des Bayerischen Bauernverbandes, das Ehrenabzeichen der Feuerwehr und die Ehrennadel in Silber des Gartenbauvereins Mittelfranken verliehen, um nur einige Beispiele zu nennen.
 

"Der Stadtrat Treuchtlingen hat Herrn Richard Zäh in besonderer Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste um das Gemeinwohl der Stadt Treuchtlingen den Goldenen Ehrenring verliehen."

Treuchtlingen, 29. September 2016
 

Die Urkunde können Sie hier einsehen!

Altbürgermeister Wolfgang Herrmann: Verleihung 2008

 

Wolfgang Herrmann war von 1984 bis 2008 Erster Bürgermeister der Stadt Treuchtlingen.

Er ist seit Mai 1990 Mitglied im Rettungszweckverband Schwabach bzw. im Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Mittelfranken-Süd. Von 2002 bis 2005 war er im Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens "Kliniken des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen" vertreten. In seiner Amtszeit wurde er in verschiedene Ausschüsse des Bayer. Städte- und Gemeindetages berufen.

Daneben ist Wolfgang Herrmann seit 1980 Ortsbeauftragter des Technischen Hilfswerkes. Im September 2004 bekam er vom Bayer. Innenministerium die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze ausgehändigt.


"Die Stadt Treuchtlingen hat Herrn Ersten Bürgermeister Wolfgang Herrmann in besonderer Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste um die Entwicklung und das Gemeindewohl der Stadt Treuchtlingen den Goldenen Ehrenring verliehen."

Treuchtlingen, den 30. April 2008

Die Urkunde können Sie hier einsehen.

Weiter Information finden Sie unter der Rubrik Ehemalige Bürgermeister.

Dieter Kerth: Verleihung 2002

 

Als er nach Treuchtlingen kam, war er zunächst in leitender Stellung bei der Firma Schock beschäftigt. 1976 gründete er die Sanipa GmbH, deren geschäftsführender Mehrheitsgesellschafter er war. Mit dem Aufbau der Sanipa GmbH in Wettelsheim trug er erheblich zur Wirtschaftskraft Treuchtlingens bei.

1971 übernahm Kerth den Vorsitz im CSU-Ortsverein und führte diesen 41 Jahre.

1972 wurde er in den Stadtrat und sofort zum Fraktionsvorsitzenden gewählt, was er bis zu seinem Tod inne hatte.

Von 1984 bis 2002 bekleidete er das Amt des Zweiten Bürgermeisters.

Er engagierte sich auch in der Tarifkommission des Verbands der Holzindustrie und Kunststoffverarbeitung Bayern/Thüringen.

Seit 1980 war Dieter Kerth Mitglied im Reitverein Treuchtlingen und von 1986 bis zu seinem Tod war er als 3. Vorstand und Kassier tätig. Außerdem war er Ehrensenator der Karnevalsgesellschaft Treuchtlingen.

Im März 1991 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz für seine kommunalpolitische Arbeit verliehen.


"Der Stadtrat hat am 23. Mai 2002 mit einstimmigem Beschluss Herrn Dieter Kerth in besonderer Anerkennung seiner großen Verdienste um das Gemeindewohl und die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Treuchtlingen in Verbindung mit seiner 18-jährigen Tätigkeit als Zweiter Bürgermeister und seiner 30-jährigen Stadtratstätigkeit den Goldenen Ehrenring verliehen."

Treuchtlingen, den 27. Mai 2002

Die Urkunde können Sie hier einsehen.

Rudolf Aurnhammer: Verleihung 2002

Im Jahr 2002 schied Rudolf Jakob nach 36 Jahren, als mit Abstand Dienstältester im Gremium, aus dem Stadtrat aus.

Rudolf Aurnhammer vertrat 26 Jahre als Kreisrat der CSU die Treuchtlinger Interessen.

Zudem war er 30 Jahre als Schöffe am Verwaltungsgericht in Ansbach tätig.

Viele Jahre war er Vorsitzender des VdK und in der Arbeiterwohlfahrt engagiert. Außerdem war er 15 Jahre Präsident der Karnevalsgesellschaft. Für sein langjähriges Engagement wurde er vom Innenministerium mit der Medaille für besondere Verdienste ausgezeichnet.

Bei seiner Verabschiedung aus dem Stadtrat hatte der damalige Bürgermeister Wolfgang Herrmann folgende, sehr persönliche Worte, für Rudi Aurnhammer: "Wir kennen Ihn als fürsorglich, anteilnehmend und stets freundlichen Weggefährten, der im Leben auch Schicksalsschläge zu meistern wusste."


"Der Stadtrat hat am 21. März 2002 mit einstimmigem Beschluss Herrn Rudolf Aurnhammer in besonderer Anerkennung seiner großen Verdienste um das Gemeindewohl und die Entwicklung der Stadt Treuchtlingen in Verbindung mit seiner 36-jährigen Stadtratstätigkeit den Goldenen Ehrenring verliehen."

Treuchtlingen, den 25. April 2002

Die Urkunde können Sie hier einsehen.

Georg Wolski: Verleihung 1996

 

Georg Wolski gehörte von 1960 bis 1996 als SPD-Politiker dem Stadtrat an, von 1988 bis 1990 war er fraktionslos.

In den 60er und Anfang der 70er Jahre war er Mitglied des Kreistages.

1957 wurde er zum 1. Bevollmächtigten der Ortsverwaltung der Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands (GdED) gewählt. Von 1956 - 1970 war er Personalratsvorsitzender des Bahnbetriebswerkes Treuchtlingen und von 1958 - 1976 Mitglied des Bezirkspersonalrates bei der Bundesbahn-Direktion München. Von 1956 bis zu seiner Verabschiedung 1995 war er Mitglied des DGB-Kreisvorstandes und ab 1981 mit Unterbrechungen stellvertretender Ortskartellvorsitzender.

Georg Wolski hat sich von jeher der Arbeiterwohlfahrt und dem Krankenpflegeverein besonders verbunden gefühlt. Er war Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender des Heimat- und Bädervereins. Er hat den Fischereiverein mitbegründet und war Mitglied im Bund Naturschutz. Er war auch Mitglied im Musikverein, im Trachtenverein, im Gesangsverein, im Alpenverein, sowie bei den Naturfreunden und dem ESV.

1984 hat er gebeten, von seiner Auszeichnung mit dem Silbernen Ehrenring Abstand zu nehmen, mit dem Hinweis auf die für ihn selbstverständliche Pflichterfüllung während seiner aktiven Zeit im kommunalen Ehrenamt.

1999 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

"Unsere Stadt wäre um so vieles ärmer, wenn es die Persönlichkeit Georg Wolski nicht gäbe. Ein Mann mit Ecken und Kanten, liebenswürdig, nie verletzend, stets um Ausgleich bemüht und immer hilfsbereit. Wenn ein soziales Gewissen personifiziert werden kann, dann trägt es den Namen Georg Wolski", so Altbürgermeister Herrmann bei der Verleihung des Goldenen Ehrenrings.


"Der Stadtrat hat am 25. April 1996 mit einstimmigem Beschluss Herrn Georg Wolski in besonderer Anerkennung seiner großen Verdienste um das Gemeindewohl und die Entwicklung der Stadt Treuchtlingen in Verbindung mit einer 36-jährigen Stadtratstätigkeit den Goldenen Ehrenring verliehen."

Treuchtlingen, den 25. April 1996

Die Urkunde können Sie hier einsehen.

Richard Stücklen: Verleihung 1991

 

1949 ist Richard Stücklen als damals jüngster Abgeordnete in den ersten Deutschen Bundestag eingezogen. Zehnmal wurde sein Mandat eindrucksvoll von den Wählern bestätigt, bis er am 20.12.1990 mit dem Abschluss der elften Wahlperiode aus dem Deutschen Bundestag ausgeschieden ist, als letzter Abgeordnete, der von der ersten Stunde an dabei gewesen ist.

Von 1953 bis 1957 war er stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und geschäftsführender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe.

Von 1957 bis 1966 war er Postminister und "Vater der Postleitzahlen".

Nach zehn Jahren als Vorsitzender der CSU-Landesgruppe kam der Umstieg ins Amt des Bundestagsvizepräsidenten.

Von 1979 bis 1983 bekleidete er das zweithöchste Staatsamt, nämlich das des Bundestagspräsidenten. Anschließend war er wieder Bundestagsvizepräsident, bis zu seiner Ausscheidung am 20.12.1990.

Ein Auszug aus der Laudatio von Altbürgermeiter Herrmann: "Sie waren ein Glücksfall für unseren Staat und unsere Heimat. Ihre Volkstümlichkeit ist nicht nur Schlagwort, sondern sprichwörtlich. Wer Sie kennt, der schätzt Sie und hat Vertrauen in Ihr Wort. (...) Richard Stücklen gehört zu dem Schlag von Persönlichkeiten, die selten geworden sind, die nie Affären hatten und die stets geradlinig mit Mut, Tatkraft und hohem Sachverstand wichtige Entscheidungen für unser Volk und unsere Heimat mit initiiert bzw. mitgetragen haben."


"Der Stadtrat Treuchtlingen hat mit einstimmigem Beschluss Herrn Dr. Ing. e.h. Richard Stücklen (Bundestagsvizepräsident a.D.) in dankbarer Würdigung seiner Verdienste um das Gemeindewohl und die Entwicklung der Stadt Treuchtlingen in Verbindung mit einer 41-jährigen Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter den Goldenen Ehrenring verliehen."

Treuchtlingen, den 6. Juni 1991

Die Urkunde können Sie hier einsehen.

Hans Jäger: Verleihung 1990

Der FDP-Kommunalpolitiker war ein waschechter Treuchtlinger. An der Altmühl besuchte er die Volksschule und erlernte einen kaufmännischen Beruf. Dann trat er in die Luftwaffe ein und nahm bis zum Ende am Zweiten Weltkrieg teil. Nach seiner Vermählung 1947 übernahm er die Führung eines Lebensmittelgeschäftes, später noch das Central-Theater.

Hans Jäger war von 1963 bis 1990 im Treuchtlinger Stadtrat. Zudem war er von 1973 bis 1984 Dritter Bürgermeister.

Er war als Vertreter der Nachkriegs-Generation wesentlich daran beteiligt, dass Treuchtlingen einen guten Weg in der Stadtentwicklung einschlagen konnte.

1995 wurde der langjährige Kreisrat (1968 bis 1984) für seine 40-jährige Mitgliedschaft in der FDP mit der Theodor-Heuss-Medaille in Gold ausgezeichnet. Im Jahr darauf wurde er mit dem Verdienstkreuz am Bande geehrt.

Neben seinem politischen Engagement war Jäger immer auch sozial engagiert. So war er von 1962 bis 1984 Zweiter Vorsitzender und danach Erster Vorsitzender des Treuchtlinger VdK-Ortsverbands. Im ESV saß er lange Jahre im Turn- und Verwaltungsrat, beim Haus- und Grundbesitzverein war er als Zweiter Vorsitzender tätig.


"Der Stadtrat Treuchtlingen hat mit einstimmigem Beschluss Herrn Hans Jäger in besonderer Anerkennung seiner ehrenamtlichen Verdienste um das Gemeindewohl und die Entwicklung der Stadt Treuchtlingen in Verbindung mit einer 30-jährigen Stadtratstätigkeit den Goldenen Ehrenring verliehen."

Treuchtlingen, den 26. April 1990

Die Urkunde können Sie hier einsehen.

Ernst Baumann: Verleihung 1990

Ernst Baumann trat bereits 1960 als 32-jähriger in die Kommunalpolitik ein und war dann 30 Jahre ununterbrochen Stadtratsmitglied. In der Zeit von 1966 bis 1984 hatte er die Stellung des 3. bzw. 2 Bürgermeisters. Außerdem war er viele Jahre Kreisrat.

Er war Mitglied im Chor "Burg Feuerstein" des Fränkischen Sängerbundes und von 1960 bis 1974 Chorleiter des Gesangsvereins 1837 Treuchtlingen, sowie Chorleiter des MGV Osterdorf und des MGV Suffersheim.

Baumann war 1. Vorsitzender des Gesangsvereins 1837 Treuchtlingen und des Musikvereins Treuchtlingen, sowie Nebenstellen-Vorsitzender der ÖTV.

Als Vorstand der Arbeiterwohlfahrt Treuchtlingen vertrat er 24 Jahre deren Interessen. Als Schöffe beim Amtsgericht Weißenburg wirkte Herr Baumann von 1980 bis 1988.


Im Jahr 1990 wurde Herrn Ernst Baumann der Goldene Ehrenring der Stadt Treuchtlingen verliehen.

Altbürgermeister Hans Döbler: Verleihung 1981

Anlässlich seines 25-jährigen Dienstjubiläums als Erster Bürgermeister, verlieh ihm der Stadtrat den Goldenen Ehrenring.

Am 22. Februar 1985 ernannte ihn der Stadtrat zum Ehrenbürger der Stadt Treuchtlingen.


"Der Stadtrat Treuchtlingen hat Herrn Ersten Bürgermeister Hans Döbler in dankbarer Würdigung seiner hervorragenden Verdienste um die Entwicklung und das Gemeindewohl der Stadt Treuchtlingen den Goldenen Ehrenring verliehen."

Treuchtlingen, den 30. April 1981

Die Urkunde können Sie hier einsehen.

Näher Informationen über Hans Döbler finden sie unter der Rubrik Ehemalige Bürgermeister.

Prof. Josef Lidl: Verleihung 1981

Josef Lidl wurde in der damaligen „Österreichisch-Ungarischen Monarchie“ in Mährisch-Trübau geboren. Er studierte in Prag und erhielt 1936 seine erste Anstellung am Realgymnasium in Neutitschein. 1939 wurde er in seine Heimatstadt versetzt und im Januar 1940 zum Wehrdienst eingezogen.

Schon in der Gymnasialzeit wurde der Grundstein für seine musikalische und künstlerische Tätigkeit gelegt. In seiner Heimat betätigte er sich im musikalischen und volkskundlichen Bereich und engagierte sich der Wiederbelebung der alten Schönhengster Tracht.

Als Soldat konnte er des öfteren in Frankreich, Ostpreußen und Russland zeichnen. In der Kriegsgefangenschaft bewahrte ihn das Zeichnen vor allzu schlechter Behandlung. Sowohl die Russen als auch die Tschechen beschäftigten ihn als Porträtisten.

Aus tschechischer Gefangenschaft wurde Josef Lidl im Herbst 1946 entlassen. Seine Frau war bereits im Februar mit dem ersten Flüchtlingstransport auf der Wülzburg gelandet. Nach einem Umweg über Weimersheim kam die Lehrerin nach Treuchtlingen. Das Erleben der großartigen Umgebung in Freiheit und die Hilfsbereitschaft einiger Treuchtlinger Familien wurden beiden nach der brutalen Vertreibung und der Gefangenschaft zu unvergesslichen Eindrücken. Diese verursachten wohl die spätere ehrenamtliche Aktivität in Treuchtlingen.

Ostern 1947 setzte Josef Lidl seine berufliche Laufbahn als Kunst- und Musikerzieher an der Oberrealschule mit Gymnasium in Weißenburg fort und übersiedelte 1950 dorthin. Mit Fahrrad und Skizzenblock ausgerüstet „eroberte“ er die neue Heimat, und es entstanden die ersten Zeichnungen im Altmühltal.

Lidl beschränkte seine musikalische Tätigkeit nicht auf den Bereich der Schule. Unter seiner Leitung wurden die Konzerte des Weißenburger Kammerorchesters zu eindrucksvollen musikalischen Ereignissen in Weißenburg, Treuchtlingen und benachbarten Orten. In einem Streichquartett, das viele Veranstaltungen festlich umrahmte, spielte Josef Lidl Violoncello und seine Frau Bratsche.

Als der Gedanke an ein Heimatmuseum aufkam, dachte man an Josef Lidl. Er sagte sofort zu und begann mit einigen freiwilligen Helfern, für das Museum geeignete Dinge zusammenzutragen.

Innerhalb von etwa drei Jahren hatte er, unterstützt von einigen Mitarbeitern, das Treuchtlinger Heimatmuseum in der ehemaligen Bortenfabrik Winter aufgebaut, wobei er „unscheinbares Gerümpel“ oft selbst in mühevoller Arbeit ausstellungsreif gemacht hatte.

Im Rahmen der Eröffnungsfeier des Heimatmuseums 1973 überreichte Bürgermeister Hans Döbler dem Initiator und Schöpfer des Heimatmuseums im Beisein von zahlreichen geladenen Gästen die Ehrenbürgerurkunde. Einstimmig hat der Stadtrat beschlossen, Josef Lidl mit der höchsten Würde auszuzeichnen, die die Stadt Treuchtlingen zu vergeben hat.

Josef Lidl sammelte weiter und erreichte, dass das hinter dem Museum liegende Haus des früheren jüdischen Pferdehändlers Lang nicht abgebrochen, sondern einschließlich Stall renoviert wurde.

Im Rahmen des „Fränkischen Sommers 1980 wurde es als zweites Museumsgebäude der Öffentlichkeit übergeben.

Trotz seiner zeitraubenden Tätigkeit des Sammelns findet Josef Lidl Zeit für Veröffentlichungen.

Es ist unmöglich, all die Titel der Faltblätter, Jahrbücher, Broschüren und Bücher aufzuzählen, die er gezeichnet und meist auch getextet hat.

Anläßlich seines 70. Geburtstages, im Jahr 1981, verlieh ihm der Stadtrat Treuchtlingen „im Hinblick auf den außergewöhnlichen und uneigennützigen Einsatz für die Allgemeinheit“ den Goldenen Ehrenring der Stadt.

Josef Scheer: Verleihung 1976

Der heimatvertriebene Schlesier wohnte zunächst in Graisbach im Landkreis Donauwörth. Schon dort war er  politisch aktiv, sodass er in den Kreistag des Landkreises Donauwörth gewählt wurde.

1953 trat er in die Firma Pröll in Möhren ein, wo er als Handlungsbevollmächtigter und "rechte Hand" von Hermann Pröll wesentlich am Auf- und Ausbau der Firma beteiligt war. 

1954 zog die Familie Scheer nach Treuchtlingen. Dort betätigte er sich dann in zahlreichen Vereinen.

Josef Scheer war Leiter des Verkehrsamtes und 1. Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins, in dem er viele Jahren Mitglied war.  Außerdem war er ab 1975 Zweiter Vorsitzender des Bädervereins und Betreuer des Heimatmuseums. Als langjähriger Kolonnenführer engagierte er sich beim Roten Kreuz, sowie beim ADAC als Leiter er Geschäftsstelle in Treuchtlingen.

Der "Jupp", wie ihn viele seiner Freunde und Bekannten nannten, wurde als Heimatvertriebener zu einem der bekanntesten und engagiertesten Bürger unserer Stadt.

"Der Stadtrat Treuchtlingen hat mit einstimmigem Beschluss Herrn Josef Scheer in besonderer Anerkennung seiner ehrenamtlichen Verdienst um das Gemeinwohl den Ehrenring der Stadt Treuchtlingen verliehen."

Treuchtlingen, den 15. März 1976

Rudolf Jakob: Verleihung 1975

 

Rudolf Jakob wurde 1913 in Budapest geboren. Als sein Vater mit 28 Jahren starb, zog seine Mutter in ihren Heimatort Vilshofen zurück. Rudi Jakob kam in die Lehre als Kirchen- und Dekorationsmaler und war in München und Prien tätig. Nach der Gefangenschaft arbeitete er im Treuchtlinger Bahnbetriebswerk, bis er 1960 ins städtische Bauamt kam.

Seine malerischen und bildhauerischen Fähigkeiten stellte er bei der Gestaltung von 29 Festzügen unter Beweis. Als Gestalter der traditionellen Festzüge, die seit vielen Jahren unser Treuchtlinger Volksfest auszeichnen, war er weit über die Grenzen der Stadt hinaus gekannt.

Unzählige Schautafeln des Forstamtes, des Fischereivereins sowie bemalten Möbeln und Ölbilder werden die Erinnerung an diesen engagierten Treuchtlinger Bürger wachhalten.

Als 1. Vorsitzender des Kreisfischereivereins und der Karnevalsgesellschaft Treuchtlingen leitete er viele Jahre die Geschicke dieser beiden großen Vereine.


Die Feiertagswünsche an den Windleitblechen wurden auf Veranlassung des Maschinenamtes München 3 beim Bahnbetriebswerk Treuchtlingen erstmals bei der DB eingeführt und teilweise von anderen Bahnbetriebswerken nachgemacht. Die Bemalung erfolgte zum Teil in Freizeitarbeit von Rudi Jakob.
(Quelle: Buch Eisenbahnkreuz Treuchtlingen - Jörg und Rolf Frank)
 

"Der Stadtrat Treuchtlingen hat mit einstimmigem Beschluss Herrn Rudolf Jakob in Anerkennung seiner besonderen Verdienste für die Allgemeinheit, insbesondere für die künstlerische Gestaltung der Festzüge, den Ehrenring der Stadt Treuchtlingen."

Treuchtlingen, den 20. Juli 1975