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Sanierung der Straßenbeleuchtung – Bauabschnitt 1

Sanierung der Straßenbeleuchtung – Bauabschnitt 1

Seit Februar laufen die Sanierungsarbeiten an der Straßenbeleuchtung in Schambach, Möhren, Dietfurt und Grönhart – Die Laternen brennen künftig durchgängig

Als „Klimaschutzprojekt mit hoher Einsparwirkung und schneller Amortisationszeit“ bezeichnet Klimaschutzmanager Andreas Oswald, der das Projekt leitet, die Umrüstung der Straßenlaternen.

Während eine konventionelle Straßenleuchte oft 80 bis 100 Watt in der Stunde verbraucht, benötigen die neuen LED-Leuchten der entsprechenden Leuchtenklasse nur noch zwischen 14 und 20 Watt. In der gesamten Stadt Treuchtlingen gibt es gut 2.000 Straßenlaternen, die derzeit einen Stromverbrauch von rd. 600.000 kWh jährlich haben. Da sich mit der LED-Technik rund 80 % des Energieverbrauchs einsparen lösst, erhofft sich die Stadtverwaltung eine Verringerung des Strombedarfs für die Straßenbeleuchtung auf etwa 200.000 kWh. Damit ließen sich jährlich 120.000 € an Stromkosten einsparen.

Etwa ein Viertel der Straßenlaternen wurde in den letzten Jahren bereits auf LED umgerüstet, die verbleibenden rund 1.500 Laternen sollen jetzt folgen. Dafür hat die Stadt eine Förderung aus den Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit erhalten. Im ersten Bauabschnitt werden etwa 200 Laternen umgerüstet. Der Titel des Förderprojekts lautet „KSI: LED-Umrüstung der Straßenbeleuchtung in der Patrichstraße, Teilabschnitt Bgm.-Döbler-Allee, Theodor-Storm-Str., B2, im Bereich Oettinger Str. und im OT Dietfurt“ (Förderkennzeichen 67K26330). Da die Bewilligung der Förderung einige Zeit in Anspruch nahm und ein Teil der beantragten Straßenzüge bereits neue Straßenleuchten erhalten haben, wurde die Planung in Abstimmung mit dem Fördergeber und einem externen Fachplaner auf die Ortsteile Schambach, Möhren, Dietfurt und Grönhart umgelegt. Die Stadt erhält einen Investitionszuschuss von 40 % für die Maßnahme.

Seit Februar laufen nun die Umbauarbeiten an der Straßenbeleuchtung, wobei die Baumaßnahme in Grönhart, Dietfurt und Möhren bereits weitestgehend abgeschlossen sind. In Schambach soll die Beleuchtung bis zur Sommerpause umgetauscht sein. Mancherorts zieren dekorative bzw. sogenannte historische Leuchten die Straßen. Hierfür werden spezielle Umrüst-Module benötigt, die in einem gesonderten Arbeitsschritt eingebaut werden sollen.

Nachdem die aktuellen Arbeiten abgeschlossen sind, beginnen die Planungen für den Bauabschnitt 2, der dann den gesamten Rest der Bestandsbeleuchtung in der Kernstadt und den Ortsteilen betrifft. Derzeit läuft die Bewilligung der Fördermittel für die knapp 1.200 verbleibenden Laternen.

Neben der hohen Energieeffizienz, einer einheitlichen Lichtfarbe und einer verbesserten Ausleuchtung des Straßenraumes, die auch die Lichtverschmutzung reduziert und damit zum Insektenschutz beiträgt, haben die neuen Leuchten eine Dimmfunktion. Diese wird in Zukunft angewendet, um die Beleuchtung in den verkehrsarmen Nachtstunden auf 30 % der Maximalleistung herunter zu dimmen und so die Energieeinsparung weiter zu erhöhen. Gleichzeitig leuchten die Straßenlaternen in allen Ortsteilen künftig durchgängig und nicht mehr, wie bislang mit einer Abschaltung zwischen 1 Uhr und 4:30 Uhr. Somit wird die Beleuchtung in den Ortsteilen an die Beleuchtungsdauer in der Kernstadt angepasst, wo die Straßenbeleuchtung seit jeher durchgängig brennt. Nach der LED-Sanierung soll aber auch hier die Dimmfunktion verwendet werden.

Die Höher der Zuwendung der Nationalen Klimaschutzinitiative beträgt 40.020 € und der Umsetzungszeitraum endet am 30.09.2026.

Zur Nationalen Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu eienr Berankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso, wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Weitere Informationen zum Fördergeber und dem Inhalt des Förderprojekts finden Sie unter www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie