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Thermenstadt im Naturpark Altmühltal

2005

Seit Begründung der Städtepartnerschaft im Jahre 2003 gab es zahlreiche Kontakte und gemeinsame Aktionen, wie z.B. ein Besuch einer Klasse der Senefelder-Schule, die Veranstaltung "Ponsacco ... A tavola" ("Ponsacco ... zu Tisch") , wo die fränkische Küche und Brauchtum bei einem Abendessen präsentiert wurden.

In Ponsacco finden jährlich in wechselnden Lokalen diese Dinner statt, um die Gastronomie zu unterstützen. Neben dem dritten Bürgermeister Oswald Bayer und dem Städtepartnerschaftkomitee, Dieter Kerth und Wilfried Seuberth, waren auch Vertreter für Küche und Kultur mit von der Partie.

Der Altfränkische Krustenbraten von Hans Nerreter fand großen Anklang beim italienischen Publikum. Untermalt wurde der Abend mit volkstümlicher Musik der Treuchtlinger Saitenmusik um Werner Mödl. Wieder zuhause waren sich alle einig, dass es sich um eine gelungene Präsentation Treuchtlinger Lebensart gehandelt hat.

Die Musikvereine Eber Hart e.V. und Club 80 machten sich ebenso auf, um die neu gewonnenen Partnervereine zu besuchen. Zur Einweihung des Kulturzentrums Forsthaus im Mai 2004 war Bürgermeister Dr. Silvano Granchi mit Ehefrau angereist. Auch beim Burgfest Ende Juni war eine 15köpfige Radlergruppe anwesend.

Bgm. Herrmann, Dr. Granchi, Bgm. Cicarelli

Am 29. April 2005 wurde der Silberne Ehrenring an den ehemaligen Bürgermeister Dr. Granchi für seine herausragenden Dienste für die Städtepartnerschaft durch Bürgermeister Herrmann im Rahmen einer Feierstunde verliehen. Begleitet wurde Dr. Granchi von seiner Ehefrau sowie seinem Nachfolger, Bürgermeister Alessandro Cicarelli, dem Vorsitzenden des Städtepartnerschaftsausschusses Fabio Turini sowie dem Assessor der Städtepartnerschaften Renzo Profeti.

Gemeinsam mit einigen katholischen Jugendlichen fuhr im Juni eine Abordnung von jungen Ponsaccinern nach Köln zum Kirchentag. Die Stadtkapelle Treuchtlingen machte eine musikalische Stipvisite im Herbst 2005.

2006

Im Jahr 2006 fanden diverse Besuche und Veranstaltungen statt: So fuhr die Landsknechtgruppe des Treuchtlinger Burgvereins am Pfingstwochenende nach Ponsacco. Eine 50köpfige Delegation der Altertumsfreunde Ponsacco besuchte Mitte Juli unsere Stadt.

Der italienische Künstler Ivo Lombardi stellte im Ende Juli im Kulturzentrum Forsthaus aus. Herr Lombardi war bereits mit mehreren kleinen Ausstellungen in den Räumen der Rechtsanwaltskanzlei Albert vertreten. Er stiftete auch 2003 das Kunstwerk "viaggi di tempo" ("Zeitreise") zur Begründung der Städtepartnerschaft.

Möglich wurde diese Ausstellung nur mit Hilfe des Treuchtlinger Volksbildungswerkes und der Sparkasse Mittelfranken-Süd, die sich mit einer nicht unerheblichen Spende an den Kosten beteiligte.

Zur og. Ausstellungseröffnung wurden auch toskanische Produkte durch die Fa. Busti aus Livorno präsentiert.







2007

Europäisches Partnerschaftstreffen in Ponsacco

(Pressemitteilung des Treuchtlinger Kuriers vom 30.03./01.04.07)

Eine kleine Delegation aus Treuchtlingen hat am vergangenen Wochenende die italienische Partnerstadt Ponsacco in der Region Pisa besucht. Anlass gab das jährlich wiederkehrende europäische Städtepartnerschaftstreffen, zu dem in diesem Jahr die Stadt Ponsacco fünf Partnerstädte aus Frankreich und Deutschland eingeladen hatte.

Zum Teilnehmerkreis der Partnerschaften gehörten Ponsacco mit seinen beiden Partnerstädten Treuchtlingen und Brignais in Frankreich. Die Brignaiser Partnerstadt, das deutsche Hirschberg an der Bergstraße bei Heidelberg, war ebenfalls mit einer großen Abordnung vertreten, wie auch deren Partnergemeinde Niederau bei Dresden. Daneben entsandte auch die kleine Brignaiser Partnerstadt Schweighouse aus dem Elsass einige Vertreter nach Ponsacco.

Alle Teilnehmer wurden mit einem italienischen Abend im Agritourismo San Martino etwas außerhalb von Ponsacco begrüßt, wo es ein herzliches Wiedersehen mit allen Partnergemeinden gab. Der Abend gestaltete sich typisch italienisch – mit viel Zeit für Essen und Trinken der vielen regionalen, toskanischen Spezialitäten. Am darauffolgenden Tag haben sich, gemischt aus allen Abordnungen, verschiedene Arbeitsgruppen gebildet.

So trafen sich Vertreter aller Städte zu einer Gruppe, um über Schule und Jugend in den verschiedenen Städten zu sprechen. Weitere Arbeitsgruppen behandelten Fragen über Umwelt- und Energieprobleme und Lösungsvorschläge hierzu. Solidarität und Veranstaltungen der europäischen Partnerschaften waren weitere Themen, die in Gruppenarbeit behandelt wurden.

Neben dem straffen Programm blieb für einen Nachmittag noch etwas Zeit, um die nahegelegene toskanische Stadt Lucca mit ihrem historischen Stadtzentrum und der Kirche San Michele zu besichtigen.

Am Abend danach wurde allen Gästen in der Fattoria Fibbiano ein unvergessliches Genusserlebnis mit vielerlei regionalen Speisen und Getränken aus der Toskana kredenzt. Der Festabend, an dem auch die Gastgeschenke ausgetauscht wurden, verlief überaus herzlich und gesellig.

Die Ergebnisse aus den verschiedenen Arbeitskreisen wurden allen Teilnehmern am Sonntag in einer Art Abschlussbesprechung präsentiert. Danach verabschiedeten sich die Abordnungen und traten die Heimreise an – mit neuen Impulsen und aufgefrischten europäischen Freundschaften im Gepäck.

 

Auf dem Foto rechts sehen Sie dieie Stadtoberhäupter der Partnerstädte: Paul Minssieux (Brignais), Alessandro Cicarelli (Ponsacco), Michel Thiers (früherer Bürgermeister von Brignais), Werner Oeldorf (Hirschberg), Wolfgang Herrmann (Treuchtlingen), Paul Imhoff (Schweighouse) und Manfred Schmidt (Niederau). Foto: privat

 



Verein Eber-Hart und Treuchtlinger Familien mit Kindern „on tour“

(Pressemeldung des Treuchtlinger Kuriers vom 19.04.07):

In den Osterferien machten sich unter der Trägerschaft des Jugend- und Kulturvereins Eber-Hart diesmal junge Familien mit Kindern für eine Woche auf den Weg nach Ponsacco, um auf besondere Weise die Städtepartnerschaft zu pflegen. Das Projekt wurde von der Stadt Treuchtlingen und vielen Sponsoren finanziell gefördert.

Tatkräftig unterstützt wurde die Gruppe vor Ort von Fabio Turini, Präsident des dortigen Partnerschaftskomitees, und Laura, Sekretärin des Bürgermeisters Alessandro Ciccarelli.

Die bereits bestehenden deutsch-italienischen Kontakte zwischen den Kindern und Lehrkräften sowie dem Verein Eber-Hart und Musikern wirkten sich insgesamt sehr förderlich aus. Durch das persönliche Zusammentreffen mit

Italienische Nudelproduktion; Foto: Privat

den italienischen Kindern und Erwachsenen konnte die Idee der Städtepartnerschaft weiter mit Leben erfüllt werden.

Die Kinder besuchten zwei Grundschulen in Ponsacco, nahmen aktiv am Unterricht teil und aßen außerdem mit den italienischen Kindern gemeinsam zu Mittag. Auch die Eltern wurden in der Schule am Stadtrand herzlich willkommen geheißen und mit einer Sing- sowie Tanz-Darbietung freudig begrüßt. Erstaunt waren die Kinder über die Schuluniformen und die deutlich kleineren Klassen ihrer italienischen „Kollegen“.

Nach einem Begrüßungsbesuch in der Musikschule von Carlo Buscemi konnten die Kontakte zu der Musikszene in Ponsacco weiter vertieft werden. Ein spontanes Gitarrenkonzert von Frederico Biagetti erfreute am Abend die ganze Reisegruppe.

Einen musikalischen Austausch zwischen Ponsacco und Treuchtlingen gibt es übrigens im Zuge der Veranstaltungsreihe „Treuchtlinger Schlossbühne“ am 4. August mit Frederico Biagetti sowie beim Eber-Hart Festival am 7. und 8. September mit den Bands „Strike Thunder“ und „Masterpiece“. Und im Herbst wird Arthur Rosenbauer wiederum ein Konzert in Ponsacco geben.

Für die Kinder war ein weiterer Höhepunkt das gemeinsame Fußballspiel. In der Freundschaftsbegegnung waren die zwei Kinder-Mannschaften international aufgestellt. Zwischen dem „orange-farbenen“ und dem „gelben“ Team endete das Aufeinandertreffen mit einem europäisch-fairen 3:3.

Während die Kinder die Schule besuchten, schlenderten die Erwachsenen über den Wochenmarkt im Zentrum Ponsaccos. Ein weiterer Programmpunkt in den vier Tagen war der Besuch des Leonardi-da-Vinci-Museums. Dessen Erfindungen konnten anhand von Modellbauten nachvollzogen werden, die eine deutsche Führung anschaulich erläuterte.

Auch das Piaggio-Museum mit seinen originellen Vespa-Modellen nahm man in Augenschein. Außerdem wurde die Gruppe in die Geheimnisse der Nudel- und Weinherstellung eingeweiht.

Vor allem die Kleinen lebten den europäischen Gedanken intensiv. Sie zeigten den Erwachsen, was Fairness, Partnerschaft, Freundschaft und Kultur im Sinne der Städtepartnerschaft bedeuten. Es wurde klar, wie unwichtig Sprache, Grenzen und Fremdsein am Ende sind.

Der Bürgermeister von Ponsacco würdigte den Nachwuchs als unser aller Zukunft, als Zukunft der Städtepartnerschaft und damit letztlich Europas. Im kommenden Jahr werden Kinder aus Ponsacco in Treuchtlingen zu Gast sein.

(Foto: privat)

Oktoberfahrt des Vereins Eber-Hart e.V.: Mit Fränkisch Italien „erobert“

Sechs junge Mitglieder des Jugend- und Kulturvereins „Eber-Hart“ waren für eine Woche zu Gast in Treuchtlingens italienischer Partnerstadt Ponsacco. Im Mittelpunkt standen der Kultur- und der Musikaustausch. Mit von der Partie waren außerdem die beiden fränkischen Liedermacher Arthur Rosenbauer und Norbert Fleischmann.

Für sie hatte das „Assessorat al Turismo Comitato Gemelaggi“ zum Auftakt ein Konzert vorbereitet. Das Problem, dem italienischen Publikum die Pointen der fränkischen Lieder verständlich zu machen, löste Rosenbauer dabei über den „Umweg“ des Englischen und mit Hilfe einer grandiosen Dolmetscherin namens Julia. Die junge Studentin ist übrigens auch häufiger in Treuchtlingen zu Besuch.

Dass diese Konstellation klappte, bewiesen die Begeisterungsstürme des Publikums im vollen Kulturhaus. Mitmachen und Mitsingen war angesagt, genauso wie bei den Auftritten von Rosenbauer und Fleischmann in Deutschland. Als Mitbringsel tauschten Gäste und Gastgeber anschließend Bier, Wein, CDs und Erinnerungsbücher aus. Erst nach Mitternacht klang der deutsch-italienische Abend aus.

Zusammen mit Carlo Buscemi, dem Leiter der örtlichen Musikschule, besuchten die Eber-Hart-Mitglieder tags darauf ein Nationalitäten-Festival und ließen sich durch Ponsacco führen. Während sich die Erwachsenen anschließend zu Besichtigungstouren nach Pisa, Florenz und Volterra verabschiedeten, lernten die Jugendlichen Treuchtlingens Partnerstadt und ihre Umgebung kennen. Sie besuchten das Piaggio-Museum, die Modemeile in Ponderra und fuhren ans Meer. Um den jungen Leuten den europäischen Gedanken näherzubringen, standen aber auch ein Rundgang durchs Rathaus und Gespräche mit den Mitarbeitern auf dem Programm.

Im Piaggio-Museum hatten die jungen Treuchtlinger eine ganz besondere Begegnung: Ein Museumsangestellter sprach die Gruppe an – ein ehemaliger Vespa-Rennfahrer, der in den 60-er Jahren mehrere Siege errungen hatte. Er nahm die Jugendlichen mit auf eine besondere Führung und zeigte ihnen alles rund um seine Vespa, die heute ebenfalls in dem Museum zu sehen ist. Als Übersetzer fungierte dabei Luca Gallo, sodass die Gäste aus Mittelfranken „ganz nebenbei“ auch Sprachbarrieren abbauen und die Städtepartnerschaft vertiefen konnten.

Rückblickend war die Reise für die Eber-Hart-Jugendgruppe und die beiden Künstler nach eigenen Worten „ein voller Erfolg“. Gedanken und Kulturgut aus Treuchtlingen und Ponsacco seien bestimmt nicht zum letzten Mal auf diese Weise ausgetauscht worden.


(Quelle: Bericht des Treuchtlinger Kuriers vom 29.11.07)

2008

Neben der Delegation aus Ponsacco war auch fast der komplette Stadtrat Treuchtlingens bei der Feierstunde zugegen. Foto: Hedwig,TK

Fünf Jahre Partnerschaft mit Ponsacco - Feier in Treuchtlingen

Zu einer Feierstunde kamen am vergangenen Sonntagnachmittag Rathaus-Chef Werner Baum und Ponsaccos amtierender Bürgermeister Alessandro Cicarelli jeweils mit ihrem Gefolge zusammen, um die mittlerweile fünf Jahre währende Städtpartnerschaft zwischen der Altmühlstadt und der Stadt in der Toskana gebührend zu feiern.

In seiner Begrüßungsrede verwies Baum auf die mittlerweile zahlreich entstandenen Verbindungen zwischen den beiden Partnerstädten auf den unterschiedlichsten Ebenen. Nicht nur die Verwaltungen sind sich nach seinen Worten nähergekommen, längst gibt es auch auf Vereinsebene, im kulturellen und auch schulischen Bereich Verknüpfungen. Die Partnerschaft ist auf einem sehr guten Weg und außerdem ein exzellentes Beispiel für europäische Integration und gegenseitige kulturelle Bereicherung, sagte er sinngemäß.

Er unterstrich die stets enge, freundschaftliche Verbundenheit beider Städte, die er selbst bei seinen Besuchen mehrmals hat erleben dürfen, und gab seinem Wunsch Ausdruck, dass die beiderseitigen Beziehungen noch weiter vertieft und ausgebaut werden sollten. Am Ende wird Baum zufolge die Jugend die Früchte dieser lebendigen Verbindung ernten: „Denn ihr gehöhrt ja schließlich auch die Zukunft.“

Das Stadtoberhaupt ließ in seinen Ausführungen aber auch die Verdienste des ehemaligen Treuchtlinger Bürgermeisters Wolfgang Herrmann sowie dessen einstigen Amtskollegen Silvano Granchi nicht unerwähnt und ungewürdigt, die ehedem diese Städteverbindung ins Leben gerufen hatten. Abschließend bedankte sich Baum auch noch bei allen anderen Beteiligten, die rege an dieser Partnerschaft mitgearbeitet und zu ihrem Gelingen beigetragen haben. Sie alle zu nennen, würde jedoch den Rahmen sprengen.

Ponsaccos Bürgermeister Alessandro Cicarelli war in seiner Rede ebenfalls voll des Dankes und auch der Freude über diese Partnerschaft. „Diese Verbindung macht uns reicher im Herzen“, lauteten seine ins Deutsche übersetzten Worte. Er war mit seiner Delegation bereits am Tag zuvor nach Treuchtlingen gekommen und hatte bis zu dieser Feierstunde schon ein sehr termin- und erlebnisreiches Programm absolviert – vom Besuch der Therme über einen Kurztrip zur Burgruine bis hin zum gemeinsamen Feiern im Festzelt.

Cicarelli bedankte sich bei den Treuchtlinger Gastgebern für die überaus herzliche Aufnahme und hieß die Altmühlstädter gleichzeitig zum Gegenbesuch im September dieses Jahres willkommen – natürlich pünktlich zum Stadtfest in Ponsacco. Auch Baums Amtskollege brachte abschließend seinen Wunsch zum Ausdruck, die Beziehungen noch weiter zu vertiefen.

Kein „Geburtstag“ ohne Geschenke: Schließlich wurden auf beiden Seiten noch zahlreiche Präsente und Urkunden ausgetauscht. Mit dem gemeinsamen Singen der deutschen sowie der italienischen Nationalhymne klang die Feierstunde aus. Den passenden musikalischen Rahmen hierfür lieferte Prof. Emil Gutsch mit einem Jazz-Ensemble.

(Quelle: Pressebericht des Treuchtlinger Kuriers, Juli 2008)

Feierlicher Festumzug durch die Innenstadt Ponsaccos

Fünf Jahre Städtepartnerschaft - Feier in Ponsacco

Emotionen zum fünften Hochzeitstag - Großes Programm im frühherbstlichen Ponsacco – Schüler setzten einen besonderen Akzent

 

PONSACCO (sta) – Wenn in Italien gefeiert wird, dann richtig. Zum fünfjährigen Geburtstag der Städtepartnerschaft zwischen Treuchtlingen und Ponsacco war ein ganzer Bus voll Offizieller aus Treuchtlingen in die Toskana gereist und genoss drei Tage lang die Gastfreundschaft der Italiener und ein dicht gedrängtes Programm.

Als auf der Piazza della republica im Zentrum von Ponsacco das Deutschlandlied und danach die Fratelli d‘Italia erklangen, war eine von Pathos getragene Freundschaftsfeier zu Ende – und ein anstrengendes Wochenende für die Treuchtlinger Delegation. Schon am Freitag nach der über 800 Kilometer langen Anreise mussten die Vertreter der Stadt in den Ring und Wiedersehen mit vielen alten Bekannten feiern.

Am Samstag stand eine Veranstaltung zu Europa auf dem Programm. Dazu hatte eine Gruppe von Schülern der Senefelder-Schule einen vielbeachteten Vortrag erarbeitet mit verschiedenen Sichtweisen zu Europa und zu einer europäischen Staatsbürgerschaft. Die Schüler taten dies aus Eigeninitiative und ließen sich nicht reinreden, wie im Nachhinein erklärt wurde. Da hier die Zukunft Europas zu Wort kam – vielleicht die wichtigste Veranstaltung des gesamten Partnerschaftstreffens.

Daneben gab es Reden zur europäischen Einheit von den Vertretern der Städte. Neben Treuchtlingen und Ponsacco nahm auch die französische Stadt Brignais, ebenfalls Partnerstadt von Ponsacco, mit einer Abordnung an dem Jubiläumswochenende teil.

Der Samstagnachmittag gehörte den Künsten. Die Vorsitzende des Treuchtlinger Kunstvereins Spirale, Renate Gehrcke, gab rund um das Wochenende eine Ausstellung im Kulturzentrum der toskanischen Stadt. Um die Kunst mit Leben zu erfüllen, hatte sie gemeinsam mit ihrem toskanischen Gegenstück Ivo Lombardi zu einem Workshop eingeladen. Schüler aus Ponsacco erarbeiteten dabei gemeinsam mit den Künstlern Werke zum Thema Europa.

Die deutsche Abordnung war derweil auf toskanischen Kulturspuren und erkundete per Bus die Umgebung. Später stand ein Freundschaftsabend auf dem Programm mit der obligatorischen Geschenkübergabe.

Der letzte Tag des Partnerschaftstreffens gehörte der offiziellen Feier im Zentrum der Stadt. Zunächst zogen die Delegationen durch die „Einkaufsmeile“, angeführt von einer bunten Tanzgruppe und dem Pendant der Treuchtlinger Stadtkapelle. Auf der Piazza folgte schließlich dicht gedrängt ein wahrer Redenmarathon.

Zunächst hatten die Initiatoren der Partnerschaft, die beiden Altbürgermeister Dr. Silvano Granchi und Wolfgang Herrmann, das Wort, im Anschluss Alberto Chiocchini als Vertreter des Gemeinderates sowie die beiden amtierenden Bürgermeis­ter Werner Baum und Alessandro Chicarelli und auch die „guten Partnerschaftsgeister“ Ponsaccos, Renzo Profeti und Fabio Turini.

In allen Reden wurde auf den Hintergrund solcher Partnerschaften eingegangen, dass sie wichtig für das gegenseitige Verständnis in Europa seien, dass sie den Austausch der Kulturen fördern, ohne die Identität des jeweils anderen zu belasten. Alle waren sich einig, dass die Partnerschaft zwischen Ponsacco und Treuchtlingen auf einem guten Weg ist, und nannten zahllose Beispiele gegenseitiger Besuche von Schulen, Vereinen, Künstlern und Privatleuten. Gemeinsam ließ man am Ende die beiden Städte hoch leben.

(Quelle: Treuchtlinger Kurier)

Natürlich gab es auch wieder offizielle gegenseitige Geschenke. Treuchtlingen hatte einen originalen Lithographiestein im Gepäck, und Ponsacco überreichte eine Skulptur eines sich umarmenden Paares (Bild).

Am Ende blickte man auf ein gelungenes Wochenende zurück und versprach sich gegenseitig, die Partnerschaft weiterzutragen.

(Quelle: Bericht von H. Stanka, Treuchtlinger Kurier, am 02.10.08)

 

Foto: privat

22 Kinder mit Eltern aus Ponsacco zu Gast - Drei sehr ausgefüllte Tage
Dichter Terminkalender – Baum: „Grundstein für Zukunft der Partnerschaft“

Die Städtepartnerschaft zwischen Treuchtlingen und Ponsacco ist reichlich mit Leben erfüllt – mittlerweile auch durch diejenigen, die sie in der Zukunft weitertragen sollen: die Kinder und Jugendlichen. 22 von ihnen waren kürzlich mit ihren Eltern aus der Toskana für drei erlebnisreiche Tage nach Treuchtlingen gekommen.

Im letzten Jahr war Grundschullehrerin Sabine Rosak mit Zweit- und Drittklässern und deren Eltern zu Besuch in Ponsacco, wo man herzlich empfangen wurde. Die Gastgeber taten alles, um den Treuchtlingern schöne Tage mit vielen unvergess­lichen Erlebnissen zu bereiten.

Nun stand der Gegenbesuch auf dem Programm. Insgesamt waren 47 Personen aus Ponsacco zu Gast in Treuchtlingen – neben Kindern und Jugendlichen mit ihren Eltern bzw. Begleitern auch die Lehrer Maura und Fabrizio. Auf sie wartete ein umfangreiches Programm, wobei die Begegnung mit der Grundschule Treuchtlingen im Mittelpunkt stand.

Nach einer zehnstündigen Nachtfahrt gab es bei der Ankunft nur eine kurze Erholungspause. Dann wurden die Kinder auch schon in der Schule mit Liedern begrüßt. Man sang und spielte miteinander, bevor die Treuchtlinger ihren Gästen zeigten, was sie bisher im Comenius-Projekt mit den Partnerschulen in Rumänien und der Türkei erarbeitet haben. Dabei wurde vereinbart, im Schuljahr 2009/2010 ein neues Comenius-Projekt zu starten, bei dem die Zusammenarbeit der Schulen von Ponsacco und Treuchtlingen intensiviert werden soll.

Während die Kinder in der Schule weilten, konnten sich die Eltern bei einer Stadtführung ihre Partnerstadt genauer ansehen. Nachmittag stand ein Besuch des Thermalbades auf dem Programm, von dem Kinder wie auch Eltern restlos begeistert waren. Am Ende des ersten Tages machten die italienischen Gäste noch eine Stippvisite bei der Töpferei Cramer.

Der zweite Tag startete mit einem Empfang im Rathaus, bei dem Bürgermeister Werner Baum die Ponsaccer willkommen hieß. Das Stadtoberhaupt zeigte sich erfreut über die Begegnung der Kinder beider europäischen Städte, womit gleichzeitig ein Grundstein für die Zukunft der Partnerschaft gelegt werde. Er erinnerte daran, dass sich in den fünf Jahren der Partnerschaft bereits eine Menge getan habe und dass gerade menschliche Begegnungen von größter Bedeutung seien.

Anschließend besuchten die Gäste die Schulen in Schambach und Dietfurt, wo sie mit einem Imbiss begrüßt wurden. Eine weitere Station war die Schule in Wettelsheim, wobei die Gäste außerdem vieles über die Aktivitäten der Kinder im Zusammenhang mit dem Auwald-Projekt erfuhren.

Nachmittags ging es ins Museum nach Solnhofen und in die Steinbrüche, wo die Kids mit Begeisterung Fossilien klopften. Ein abendliches Fußballspiel in Möhren rundete diesen zweiten Tag ab.

Zum Abschluss stand ein Tagesausflug nach Nürnberg auf dem Programm. Am Ende ihres dreitägigen, ereignisreichen Besuches waren die Besucher aus der Toskana ziemlich geschafft. Nichtsdestotrotz gab man sich beim Abschied das gegenseitige Versprechen, dass weitere Besuche folgen werden.

(Quelle: Bericht des Treuchtlinger Kurier vom 27.06.08)