Aktuelles zur Städtepartnerschaft Treuchtlingen - Ponsacco
Fünf Jahre Städtepartnerschaft - Feier in Ponsacco
Emotionen zum fünften Hochzeitstag - Großes Programm im frühherbstlichen Ponsacco – Schüler setzten einen besonderen Akzent
PONSACCO (sta) – Wenn in Italien gefeiert wird, dann richtig. Zum fünfjährigen Geburtstag der Städtepartnerschaft zwischen Treuchtlingen und Ponsacco war ein ganzer Bus voll Offizieller aus Treuchtlingen in die Toskana gereist und genoss drei Tage lang die Gastfreundschaft der Italiener und ein dicht gedrängtes Programm.
Als auf der Piazza della republica im Zentrum von Ponsacco das Deutschlandlied und danach die Fratelli d‘Italia erklangen, war eine von Pathos getragene Freundschaftsfeier zu Ende – und ein anstrengendes Wochenende für die Treuchtlinger Delegation. Schon am Freitag nach der über 800 Kilometer langen Anreise mussten die Vertreter der Stadt in den Ring und Wiedersehen mit vielen alten Bekannten feiern.
Am Samstag stand eine Veranstaltung zu Europa auf dem Programm. Dazu hatte eine Gruppe von Schülern der Senefelder-Schule einen vielbeachteten Vortrag erarbeitet mit verschiedenen Sichtweisen zu Europa und zu einer europäischen Staatsbürgerschaft. Die Schüler taten dies aus Eigeninitiative und ließen sich nicht reinreden, wie im Nachhinein erklärt wurde. Da hier die Zukunft Europas zu Wort kam – vielleicht die wichtigste Veranstaltung des gesamten Partnerschaftstreffens.
Daneben gab es Reden zur europäischen Einheit von den Vertretern der Städte. Neben Treuchtlingen und Ponsacco nahm auch die französische Stadt Brignais, ebenfalls Partnerstadt von Ponsacco, mit einer Abordnung an dem Jubiläumswochenende teil.
Der Samstagnachmittag gehörte den Künsten. Die Vorsitzende des Treuchtlinger Kunstvereins Spirale, Renate Gehrcke, gab rund um das Wochenende eine Ausstellung im Kulturzentrum der toskanischen Stadt. Um die Kunst mit Leben zu erfüllen, hatte sie gemeinsam mit ihrem toskanischen Gegenstück Ivo Lombardi zu einem Workshop eingeladen. Schüler aus Ponsacco erarbeiteten dabei gemeinsam mit den Künstlern Werke zum Thema Europa.
Die deutsche Abordnung war derweil auf toskanischen Kulturspuren und erkundete per Bus die Umgebung. Später stand ein Freundschaftsabend auf dem Programm mit der obligatorischen Geschenkübergabe.
Der letzte Tag des Partnerschaftstreffens gehörte der offiziellen Feier im Zentrum der Stadt. Zunächst zogen die Delegationen durch die „Einkaufsmeile“, angeführt von einer bunten Tanzgruppe und dem Pendant der Treuchtlinger Stadtkapelle. Auf der Piazza folgte schließlich dicht gedrängt ein wahrer Redenmarathon.
Zunächst hatten die Initiatoren der Partnerschaft, die beiden Altbürgermeister Dr. Silvano Granchi und Wolfgang Herrmann, das Wort, im Anschluss Alberto Chiocchini als Vertreter des Gemeinderates sowie die beiden amtierenden Bürgermeister Werner Baum und Alessandro Chicarelli und auch die „guten Partnerschaftsgeister“ Ponsaccos, Renzo Profeti und Fabio Turini.
In allen Reden wurde auf den Hintergrund solcher Partnerschaften eingegangen, dass sie wichtig für das gegenseitige Verständnis in Europa seien, dass sie den Austausch der Kulturen fördern, ohne die Identität des jeweils anderen zu belasten. Alle waren sich einig, dass die Partnerschaft zwischen Ponsacco und Treuchtlingen auf einem guten Weg ist, und nannten zahllose Beispiele gegenseitiger Besuche von Schulen, Vereinen, Künstlern und Privatleuten. Gemeinsam ließ man am Ende die beiden Städte hoch leben.
Natürlich gab es auch wieder offizielle gegenseitige Geschenke. Treuchtlingen hatte einen originalen Lithographiestein im Gepäck, und Ponsacco überreichte eine Skulptur eines sich umarmenden Paares (Bild).
Am Ende blickte man auf ein gelungenes Wochenende zurück und versprach sich gegenseitig, die Partnerschaft weiterzutragen.
(Quelle: Bericht von H. Stanka, Treuchtlinger Kurier, am 02.10.08)
Fünf Jahre Partnerschaft mit Ponsacco
Zu einer Feierstunde kamen am vergangenen Sonntagnachmittag Rathaus-Chef Werner Baum und Ponsaccos amtierender Bürgermeister Alessandro Cicarelli jeweils mit ihrem Gefolge zusammen, um die mittlerweile fünf Jahre währende Städtpartnerschaft zwischen der Altmühlstadt und der Stadt in der Toskana gebührend zu feiern.
In seiner Begrüßungsrede verwies Baum auf die mittlerweile zahlreich entstandenen Verbindungen zwischen den beiden Partnerstädten auf den unterschiedlichsten Ebenen. Nicht nur die Verwaltungen sind sich nach seinen Worten nähergekommen, längst gibt es auch auf Vereinsebene, im kulturellen und auch schulischen Bereich Verknüpfungen. Die Partnerschaft ist auf einem sehr guten Weg und außerdem ein exzellentes Beispiel für europäische Integration und gegenseitige kulturelle Bereicherung, sagte er sinngemäß.
Er unterstrich die stets enge, freundschaftliche Verbundenheit beider Städte, die er selbst bei seinen Besuchen mehrmals hat erleben dürfen, und gab seinem Wunsch Ausdruck, dass die beiderseitigen Beziehungen noch weiter vertieft und ausgebaut werden sollten. Am Ende wird Baum zufolge die Jugend die Früchte dieser lebendigen Verbindung ernten: „Denn ihr gehöhrt ja schließlich auch die Zukunft.“
Das Stadtoberhaupt ließ in seinen Ausführungen aber auch die Verdienste des ehemaligen Treuchtlinger Bürgermeisters Wolfgang Herrmann sowie dessen einstigen Amtskollegen Silvano Granchi nicht unerwähnt und ungewürdigt, die ehedem diese Städteverbindung ins Leben gerufen hatten. Abschließend bedankte sich Baum auch noch bei allen anderen Beteiligten, die rege an dieser Partnerschaft mitgearbeitet und zu ihrem Gelingen beigetragen haben. Sie alle zu nennen, würde jedoch den Rahmen sprengen.
Ponsaccos Bürgermeister Alessandro Cicarelli war in seiner Rede ebenfalls voll des Dankes und auch der Freude über diese Partnerschaft. „Diese Verbindung macht uns reicher im Herzen“, lauteten seine ins Deutsche übersetzten Worte. Er war mit seiner Delegation bereits am Tag zuvor nach Treuchtlingen gekommen und hatte bis zu dieser Feierstunde schon ein sehr termin- und erlebnisreiches Programm absolviert – vom Besuch der Therme über einen Kurztrip zur Burgruine bis hin zum gemeinsamen Feiern im Festzelt.
Cicarelli bedankte sich bei den Treuchtlinger Gastgebern für die überaus herzliche Aufnahme und hieß die Altmühlstädter gleichzeitig zum Gegenbesuch im September dieses Jahres willkommen – natürlich pünktlich zum Stadtfest in Ponsacco. Auch Baums Amtskollege brachte abschließend seinen Wunsch zum Ausdruck, die Beziehungen noch weiter zu vertiefen.
Kein „Geburtstag“ ohne Geschenke: Schließlich wurden auf beiden Seiten noch zahlreiche Präsente und Urkunden ausgetauscht. Mit dem gemeinsamen Singen der deutschen sowie der italienischen Nationalhymne klang die Feierstunde aus. Den passenden musikalischen Rahmen hierfür lieferte Prof. Emil Gutsch mit einem Jazz-Ensemble.
(Quelle: Pressebericht des Treuchtlinger Kuriers, Juli 2008)
Besuch von Jugendlichen im Juni 2008
22 Kinder mit Eltern aus Ponsacco zu Gast - Drei sehr ausgefüllte Tage
Dichter Terminkalender – Baum: „Grundstein für Zukunft der Partnerschaft“
Die Städtepartnerschaft zwischen Treuchtlingen und Ponsacco ist reichlich mit Leben erfüllt – mittlerweile auch durch diejenigen, die sie in der Zukunft weitertragen sollen: die Kinder und Jugendlichen. 22 von ihnen waren kürzlich mit ihren Eltern aus der Toskana für drei erlebnisreiche Tage nach Treuchtlingen gekommen.
Im letzten Jahr war Grundschullehrerin Sabine Rosak mit Zweit- und Drittklässern und deren Eltern zu Besuch in Ponsacco, wo man herzlich empfangen wurde. Die Gastgeber taten alles, um den Treuchtlingern schöne Tage mit vielen unvergesslichen Erlebnissen zu bereiten.
Nun stand der Gegenbesuch auf dem Programm. Insgesamt waren 47 Personen aus Ponsacco zu Gast in Treuchtlingen – neben Kindern und Jugendlichen mit ihren Eltern bzw. Begleitern auch die Lehrer Maura und Fabrizio. Auf sie wartete ein umfangreiches Programm, wobei die Begegnung mit der Grundschule Treuchtlingen im Mittelpunkt stand.
Nach einer zehnstündigen Nachtfahrt gab es bei der Ankunft nur eine kurze Erholungspause. Dann wurden die Kinder auch schon in der Schule mit Liedern begrüßt. Man sang und spielte miteinander, bevor die Treuchtlinger ihren Gästen zeigten, was sie bisher im Comenius-Projekt mit den Partnerschulen in Rumänien und der Türkei erarbeitet haben. Dabei wurde vereinbart, im Schuljahr 2009/2010 ein neues Comenius-Projekt zu starten, bei dem die Zusammenarbeit der Schulen von Ponsacco und Treuchtlingen intensiviert werden soll.
Während die Kinder in der Schule weilten, konnten sich die Eltern bei einer Stadtführung ihre Partnerstadt genauer ansehen. Nachmittag stand ein Besuch des Thermalbades auf dem Programm, von dem Kinder wie auch Eltern restlos begeistert waren. Am Ende des ersten Tages machten die italienischen Gäste noch eine Stippvisite bei der Töpferei Cramer.
Der zweite Tag startete mit einem Empfang im Rathaus, bei dem Bürgermeister Werner Baum die Ponsaccer willkommen hieß. Das Stadtoberhaupt zeigte sich erfreut über die Begegnung der Kinder beider europäischen Städte, womit gleichzeitig ein Grundstein für die Zukunft der Partnerschaft gelegt werde. Er erinnerte daran, dass sich in den fünf Jahren der Partnerschaft bereits eine Menge getan habe und dass gerade menschliche Begegnungen von größter Bedeutung seien.
Anschließend besuchten die Gäste die Schulen in Schambach und Dietfurt, wo sie mit einem Imbiss begrüßt wurden. Eine weitere Station war die Schule in Wettelsheim, wobei die Gäste außerdem vieles über die Aktivitäten der Kinder im Zusammenhang mit dem Auwald-Projekt erfuhren.
Nachmittags ging es ins Museum nach Solnhofen und in die Steinbrüche, wo die Kids mit Begeisterung Fossilien klopften. Ein abendliches Fußballspiel in Möhren rundete diesen zweiten Tag ab.
Zum Abschluss stand ein Tagesausflug nach Nürnberg auf dem Programm. Am Ende ihres dreitägigen, ereignisreichen Besuches waren die Besucher aus der Toskana ziemlich geschafft. Nichtsdestotrotz gab man sich beim Abschied das gegenseitige Versprechen, dass weitere Besuche folgen werden.
(Quelle: Bericht des Treuchtlinger Kurier vom 27.06.08)
Oktoberfahrt des Vereins Eber-Hart e.V.: Mit Fränkisch Italien „erobert“
Sechs junge Mitglieder des Jugend- und Kulturvereins „Eber-Hart“ waren für eine Woche zu Gast in Treuchtlingens italienischer Partnerstadt Ponsacco. Im Mittelpunkt standen der Kultur- und der Musikaustausch. Mit von der Partie waren außerdem die beiden fränkischen Liedermacher Arthur Rosenbauer und Norbert Fleischmann.
Für sie hatte das „Assessorat al Turismo Comitato Gemelaggi“ zum Auftakt ein Konzert vorbereitet. Das Problem, dem italienischen Publikum die Pointen der fränkischen Lieder verständlich zu machen, löste Rosenbauer dabei über den „Umweg“ des Englischen und mit Hilfe einer grandiosen Dolmetscherin namens Julia. Die junge Studentin ist übrigens auch häufiger in Treuchtlingen zu Besuch.
Dass diese Konstellation klappte, bewiesen die Begeisterungsstürme des Publikums im vollen Kulturhaus. Mitmachen und Mitsingen war angesagt, genauso wie bei den Auftritten von Rosenbauer und Fleischmann in Deutschland. Als Mitbringsel tauschten Gäste und Gastgeber anschließend Bier, Wein, CDs und Erinnerungsbücher aus. Erst nach Mitternacht klang der deutsch-italienische Abend aus.
Zusammen mit Carlo Buscemi, dem Leiter der örtlichen Musikschule, besuchten die Eber-Hart-Mitglieder tags darauf ein Nationalitäten-Festival und ließen sich durch Ponsacco führen. Während sich die Erwachsenen anschließend zu Besichtigungstouren nach Pisa, Florenz und Volterra verabschiedeten, lernten die Jugendlichen Treuchtlingens Partnerstadt und ihre Umgebung kennen. Sie besuchten das Piaggio-Museum, die Modemeile in Ponderra und fuhren ans Meer. Um den jungen Leuten den europäischen Gedanken näherzubringen, standen aber auch ein Rundgang durchs Rathaus und Gespräche mit den Mitarbeitern auf dem Programm.
Im Piaggio-Museum hatten die jungen Treuchtlinger eine ganz besondere Begegnung: Ein Museumsangestellter sprach die Gruppe an – ein ehemaliger Vespa-Rennfahrer, der in den 60-er Jahren mehrere Siege errungen hatte. Er nahm die Jugendlichen mit auf eine besondere Führung und zeigte ihnen alles rund um seine Vespa, die heute ebenfalls in dem Museum zu sehen ist. Als Übersetzer fungierte dabei Luca Gallo, sodass die Gäste aus Mittelfranken „ganz nebenbei“ auch Sprachbarrieren abbauen und die Städtepartnerschaft vertiefen konnten.
Rückblickend war die Reise für die Eber-Hart-Jugendgruppe und die beiden Künstler nach eigenen Worten „ein voller Erfolg“. Gedanken und Kulturgut aus Treuchtlingen und Ponsacco seien bestimmt nicht zum letzten Mal auf diese Weise ausgetauscht worden.
(Quelle: Bericht des Treuchtlinger Kuriers vom 29.11.07)
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Zimmerbuchungen sind über die og. Internetadresse möglich. Weiterhin liegt ein wenig außerhalb von Ponsacco das agrituristische Unternehmen / Landgut "Agriturismo San Martino" ( www.agriturismosanmartino.it ), das auch Zimmer anbietet.
Weitere Informationen finden Sie auch unter "Allgemein".
Ansprechpartnerin ist im Rathaus, Zimmer 17, Frau Mayr, Tel. 09142/9600-34.







