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Thermenstadt im Naturpark Altmühltal

Bekanntmachungen und Presseinformationen der Stadt Treuchtlingen



Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes mit integriertem Landschaftsplan

1. Aufstellungsbeschluss

Der Stadtrat der Stadt Treuchtlingen hat in seiner Sitzung am 20.04.2017 die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes mit integriertem Landschaftsplan nach § 2 Abs. 1 BauGB beschlossen.

Der Flächennutzungsplan als baurechtliches Instrument der vorbereitenden Bauleitplanung ist ein wichtiger Bestandteil der städtebaulichen Entwicklung der Kernstadt sowie der Ortsteile von Treuchtlingen und bedarf nach über 25 Jahren (Rechtskraft seit 1991) einer Überarbeitung. Mit der Planung soll eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung sowie eine dem Wohl der Allgemeinheit dienende sozialgerechte Bodennutzung gewährleistet werden. Durch die Integration des Landschaftsplanes in den Flächennutzungsplan werden die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes berücksichtigt.

Der Geltungsbereich umfasst das gesamte Stadtgebiet Treuchtlingen mit einer Gesamtfläche von rd. 103 km² und ergibt sich aus dem Lageplan, der Bestandteil dieser Bekanntmachung ist.

2. Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 (BauGB)

Der Stadtrat hat in öffentlicher Sitzung am 24.05.2017 das städtebauliche Entwicklungskonzept als Vorentwurf des Flächennutzungsplanes gebilligt und beschlossen, die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB sowie die frühzeitige Beteiligung der Behörden gemäß § 4 Abs. 1 BauGB durchzuführen.

Im Vollzug des § 3 Abs. 1 BauGB kann jedermann in der Zeit vom

01. August 2017 bis einschließlich 15. September 2017

während der allgemeinen Dienststunden (Montag 08:00-12:00 Uhr und 13:30-16:00 Uhr, Dienstag 08:00-16:00 Uhr, Mittwoch 08:00-12:00 Uhr, Donnerstag 08:00-12:00 Uhr und 13:30-18:00 Uhr, Freitag 08:00-12:00 Uhr) im Rathaus der Stadt Treuchtlingen (Hauptstraße 31, 91757 Treuchtlingen, Zimmer 22) Einsicht in den Vorentwurf des Flächennutzungsplanes mit integriertem Landschaftsplan samt Begründung und Umweltbericht in der Fassung vom 24.05.2017 nehmen und sich über die allgemeinen Ziele und Zwecke und die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung unterrichten lassen. Gleichzeitig ist Gelegenheit zur Äußerung in schriftlicher Form oder zur Niederschrift gegeben.

Auf die Bekanntmachung im Treuchtlinger Kurier vom 22./23.07.2017 wird verwiesen.

Nachfolgend steht der Vorentwurf des Flächennutzungsplanes zum Download (im pdf-Format) bereit:

Lageplan räumlicher Geltungsbereich Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan (ohne Maßstab, Kartengrundlage Digitale Ortskarte © Bayerische Vermessungsverwaltung 08/2015)

Bürgermeister Werner Baum zieht Halbzeitbilanz

„Treuchtlingen ist auf dem Weg zu einer attraktiven und zukunftsfähigen Stadt“

Die erste Hälfte der laufenden Amtsperiode 2014/2020 für Bürgermeister und Stadtrat ist vorbei. In den letzten drei Jahren hat sich in Treuchtlingen viel getan. Bürgermeister Werner Baum: „Wir sind im Stadtrat die ersten Schritte aus unserer vorherigen Amtsperiode konsequent weitergegangen ‒ trotz mancher Kontroversen. Inzwischen zeichnen sich gute Lösungen für eine moderne, attraktive und zukunftsfähige Stadt zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger ab.“

Die Arbeit in Stadtrat und Verwaltung richtet sich auf sieben wichtige Bereiche, die für die Zukunft der Stadt entscheidend sind und eng miteinander zusammenhängen: Bildung und Kultur, Stadtentwicklung, Wirtschaft und Tourismus, Finanzen, Verkehr, Digitalisierung und Gesundheit.

Bildung und Kultur ‒ kräftige Impulse. Treuchtlingen ist im Bereich Bildung gut aufgestellt und unternimmt große Anstrengungen, um diese Stärke weiter auszubauen. Der Stadtrat beweist immer wieder, dass ihm die junge Generation wichtig ist.

  • Grundschule: Bereits vor sieben Jahren hat der Sanierungsmarathon der Grundschulen am unteren Schulhaus der Treuchtlinger Grundschule begonnen. Dieser wurde 2010 in Wettelsheim mit Kosten von 2,3 Mio. Euro fortgesetzt und in den vergangenen zwei Jahren mit dem oberen Gebäude in Treuchtlingen abgeschlossen. Die Sanierung der Treuchtlinger Grundschule kostet 7,8 Mio. Euro. Von den Insgesamt 10,1 Mio. Euro Gesamtkosten wurden 5,4 Mio. Euro durch Zuschüsse finanziert.

  • Kindertagesstätten: Auch Teile der insgesamt 10 Kindertagesstätten, die derzeit 436 Kinder betreuen, wurden bzw. werden in naher Zukunft saniert. Am kommenden Wochenende findet die Einweihungsfeier des Kindergartenneubaus in Schambach statt.

  • Kooperative Gesamtschule: Aktuell läuft der Neubau der Senefelder-Schule. Die Kosten liegen bei ca. 65 Mio. Euro, der Eingenanteil der Stadt Treuchtlingen werden ca. 10,5 Mio. Euro sein.

  • Hochschule: Die 2010 angesiedelte Hochschule für angewandtes Management (HAM) entwickelt sich positiv. Die Zahl der Studierenden am Campus liegt konstant zwischen 250 und 300 Studenten im Jahr. Zudem erweitert sich die Hochschule immer mehr zu einem Hotel- und Trainingsbetrieb, der auch für Zielgruppen außerhalb der HAM attraktiv wird. Einige Sportteams von der Bezirksliga bis zum Bundesliganachwuchs waren schon in Treuchtlingen zu Gast. Die Hochschule zählte im vergangen Jahr 7.000 Übernachtungen und bietet mittlerweile 20 Arbeitsplätze (inkl. Ausbildungsbetrieb im Hotelbereich). Der ab September 2017 neue und in Deutschland einmalige Studiengang „Outdoorsport- und Adventuremanage­ment“ wird den Hochschulstandort Treuchtlingen noch bekannter machen. Außerdem wird der Campus ab 2018 Teamförderungszentrum für 1.000 Auszubildende der Deutschen Bahn sein.

  • Sport: In Zusammenarbeit mit der Hochschule, dem Landkreis und den Sektionen des Deutschen Alpenvereins Treuchtlingen, Weißenburg und Gunzenhausen konnte eine Kletter- und Boulderhalle sowie ein Klettersteinbruch realisiert werden. Die Kletter- und Boulderhalle am Campus erfreut sich großer Beliebtheit und ist gerade in den Wintermonaten sehr gut besucht. Eine neue Attraktion wird die überdachte Kunstrasen-Arena an der Bezirkssportanlage sein. Die Vergabe an die Firma MCArena wurde in der Stadtratssitzung vom 21.06.2017 beschlossen.

  • Berufsausbildung: Ein weiteres erfolgreiches Kooperationsprojekt mit dem Landkreis und den Städten Weißenburg und Gunzenhausen ist die Berufs­ausbildungsmesse BAM Altmühlfranken. Sie findet seit 2013 jedes Jahr statt und zählt knapp 3.800 Besucher.

  • Kultur: Die rund 150 Vereine tragen in breitem Maß das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Treuchtlingen. Ihre Bedeutung, ihre Erwartungen und Bedürfnisse wurden beim Runden Tisch der Vereine im November 2016 deutlich.
    Zu einem Renner als Veranstaltungslocation hat sich das Forsthaus entwickelt, dessen Kulturschmankerl im vergangen Jahr immer nahezu komplett ausverkauft waren.

Stadtentwicklung ‒ Fortschreiten mit Beteiligung der Bürger. Der Stadtentwicklungsprozess „Treuchtlingen 2030“ ist nach dem Start 2012 noch längst nicht abgeschlossen. So wurden die damals eingeführten Thementische wieder aktiviert, um die Bürgerinnen und Bürger in die Entwicklung Treuchtlingens und der Innenstadt einzubeziehen und diese weiter voran zu bringen. So hat die lang diskutierte und vorbereitete Neuordnung der Ortsmitte im März mit dem Ersten Bauabschnitt am Partnerschaftsplatz begonnen. Im Oktober 2017 wird dann der Wallmüllerplatz folgen. Aufgrund der hohen Förderung von 80 Prozent liegt der Eigenanteil der Stadt bei 500.000 Euro. Bürgermeister Werner Baum: „Ich bin mir durchaus bewusst, dass diese Investition in der Bevölkerung kontrovers diskutiert wird. Aber die Umgestaltung der Innenstadt wird den immer wieder zu Recht geforderten zentralen Aufenthaltsplatz bringen, und eine attraktive Einkaufsstraße wird das Kaufverhalten der Bevölkerung positiv beeinflussen. Das verleiht dem Innenstadtbereich mehr Qualität.“

Wirtschaft und Tourismus ‒ Anschub für den Standort. Viele kleine Schritte sind notwendig, um die Wirtschaftskraft der Stadt zu erhöhen.

  • Kaufverhalten: Zum immer wieder kritisierten, weil eher auf andere Orte ausgerichteten Kaufverhalten der Treuchtlinger wurde im letzten Jahr mit der Regionalberatung FOTOUR eine Umfrage durchgeführt. Laut dieser finden mit 24 Prozent nur eine Minderheit der Befragten das Ambiente der Stadt gut. Dies ist ein weiterer Punkt, der für die Umgestaltung der Innenstadt spricht. Die „Wohlfühlparameter“ wie Sicherheit und Sauberkeit kamen mit 71 und 65 Prozent besser weg. Zusammen mit der ebenfalls guten Bewertung öffentlicher Dienstleistungen mit 64 Prozent rundet sich damit trotz des negativ empfundenen Ambientes der Eindruck einer hohen Lebensqualität ab. Die in der Stadt gebotenen Einkaufsmöglichkeiten werden mit 77 Prozent als herausragend eingeschätzt. Mit diesen Perspektiven rangiert Treuchtlingen über dem Durchschnitt vergleichbarer Städte.
    Die weiteren Ergebnisse zeigen die unterschiedliche Bedeutung des Zentrums einerseits und der in den dezentralen Gewerbegebieten liegenden Einkaufszentren. Die dezentralen Einkaufszentren schöpfen etwa 12 Prozent der Kaufkraft ab, in den Ortsteilen verbleiben 2 Prozent, und im Zentrum kann immerhin noch rund ein Viertel der Kaufkraft generiert werden. Für eine lebendige Einkaufsstadt wird es nunmehr darauf ankommen, dass vor allem das Zentrum gestärkt wird, um seine Kaufkraft auszubauen. Der Einkauf des täglichen Bedarfs mit 58 Prozent in Treuchtlingen erreicht immerhin einen Wert noch über dem Mittel vergleichbarer Kommunen.
    Der Online-Handel zieht inzwischen 19 Prozent Kaufkraft ab, ein noch nicht dramatischer Anteil, wenn man den Online-Handelsanteil vergleichbarer Städte sieht. Aber dies wird – über alle Generationen hinweg – deutlich zunehmen. Die Stadt und der Einzelhandel müssen sich diesem Wandel anpassen und gemeinsam Lösungen wie etwa soll neue Marketing- und Vertriebsstrategien finden.

  • Gewerbegebiet an der Heusteige: Die Firma Altmühltaler Mineralbrunnen GmbH errichtet ein großes Logistikzentrum für ca. 40 Mio. Euro. Die Fertigstellung ist bis Anfang 2019 geplant. Dies wird den Verkehr in der Innenstadt immens reduzieren.

  • Gewerbegebiet Gstadt Nord: In den 2016 angesiedelten Altmühltal Werkstätten der Rummelsberger Dienste für Menschen mit Behinderung gGmbH arbeiten 84 Menschen mit Behinderungen und 20 Fachkräfte.

  • Größtes Treuchtlinger Unternehmen erweitert: Die Firma Alfmeier Präzision SE investiert ca. 4 Mio. Euro in ein neues Verwaltungsgebäude.

  • Tourismus: Insgesamt ist Treuchtlingen im Bereich Tourismus auf dem richtigen Weg. So wirken sich die Kooperationen mit den regionalen und überregionalen Tourismusverbänden allmählich aus. Im Jahr 2016 wurden über 120.000 Übernachtungen gezählt, im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs von 24,5 Prozent.

Verkehr ‒ Langer Atem zahlt sich aus. In diesem Bereich verlangen die meisten Lösungen langfristige Planung und konsequente Umsetzung. Dies erfordert für Bürger und Verkehrsteilnehmer häufig viel Geduld.

  • Umgehungsstraße Dietfurt: Der Planungsprozess zur Ortsumgehung in Dietfurt hat mit der Erarbeitung von ersten Trassenvarianten begonnen.

  • Bahnverbindung: Bürgermeister Baum setzt sich weiterhin dafür ein, den ICE-/IC-Verkehr in Treuchtlingen zu erhalten bzw. weiter auszubauen.

Digitalisierung ‒ Aufholjagd hat begonnen. Für die Bevölkerung wird die Versorgung mit schnellem Internet immer wichtiger. Die Bürgerinnen und Bürger wollen möglichst immer mobil sein und Zugang zu schnellem Internet haben.

Im Innenstadtbereich wurde in den letzten Jahren das Freifunknetz weiter ausgebaut, um freies WLAN anbieten zu können. Dank der Fördertöpfe des Freistaats Bayern stehen in den eigenen vier Wänden in der Kernstadt und den Ortsteilen bis zum Ende des Jahres mind. 50 Mbit/s zur Verfügung, in einigen Gebieten sogar schon früher.

Gesundheit ‒ Umbruch mit Chancen. Im Gesundheitsbereich wird sich in den kommenden Jahren einiges ändern, dem Standort Treuchtlingen neue Facetten bringen und zugleich Verlustträger minimieren.

  • Krankenhaus. Das städtische Krankenhaus wird voraussichtlich ab Januar 2019 in eine Fachklinik für Psychosomatik mit 140 Betten umgewandelt werden. Träger werden die Bezirkskliniken Mittelfranken sein. Die bisherigen 55 Betten für Altersmedizin – Akut und Rehageriatrie – werden an das Klinikum Altlmühlfranken nach Gunzenhausen verlagert. Diese Veränderung ist die einzige Möglichkeit, Treuchtlingen als Gesundheitsstadt auf Dauer zu erhalten und weiterzuentwickeln.

  • Seniorenzentrum. Außerdem wird das städtische Senioren-, Wohn- und Pflegeheim an das Bayerische Rote Kreuz übergeben. Am Kreisel wird dann ein neues „Seniorenzentrum an der Altmühltherme“ entstehen. In diesem sollen ca. 60 Senioren- und Pflegeplätze sowie ca. 30 Plätze für die Tagespflege und 42 Servicewohnungen geschaffen werden. Die Gemeindeschwesternstation wird im Neubau ebenfalls einen Platz bekommen und von dort aus ihre ca. 200 Patienten betreuen.

Diese Veränderungen stellen die Weichen für den Erhalt der medizinischen Versorgung und Betreuung. Mit dieser Umstrukturierung wird das Defizit des Gesundheitszentrums wegfallen, das die Stadt jedes Jahr ausgleichen musste. So hatte die Stadt allein in den letzten drei Jahren Verluste von insgesamt ca. 2,5 Mio. Euro aufzufangen.

Finanzen ‒ Disziplin gefragt. Durch die bestehende Struktur bedingt, zählt Treuchtlingen eher zu den chronisch finanzschwächeren Kommunen. Bürgermeister Werner Baum: „Auch bei äußerster Haushaltsdisziplin sind gerade in den kommenden Jahren vielfältige Aufgaben in unserer Stadt zu erfüllen. Daher ist es trotz geringer Haushaltsmittel wichtig, an die Zukunft zu denken und unsere Stadt mit zielgerichteten Investitionen positiv weiter zu entwickeln.“

  • Gewerbesteuerzuwachs entlastet Haushalt. Für die Jahre 2012 – 2016 waren in den Haushaltsplänen insgesamt 16,3 Mio. Euro Kreditaufnahmen geplant. Aufgrund von z.B. unerwarteten Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer musste nur Fremdkapital in Höhe von 7,7 Mio. Euro aufgenommen werden. Stadtrat, Bürgermeister und Verwaltung ist es gelungen, die genannten und zum Teil zwingen notwendigen Investitionen mit möglichst viel Eigenmittel und wenig Schuldenaufnahmen zu finanzieren.

  • Investitionen in die Zukunft. Auch auf die Entwicklung der Gesamtschulden haben Bürgermeister und der Stadtrat ein wachsames Auge. Es macht jedoch keinen Sinn, alle freiwilligen Leistungen pauschal zu kürzen oder zu streichen. Verwaltung und Stadtrat müssen bedacht analysieren und entscheiden, wo Einsparungen sinnvoll und vielleicht auch zwingend notwendig sind. Einzelne Ausgaben und Projekte müssen komplett auf den Prüfstand gestellt werden. In den vergangen drei Jahren wurden Investitionen von insgesamt 13,5 Mio. Euro getätigt. Der Schuldenstand hat sich in dieser Zeit aber nur um ca. 3,9 Mio. Euro erhöht. Die Allgemeinen Rücklagen konnten von ca. 200.000 Euro (Stand 31.12.2013) auf fast 5 Mio. Euro (Stand 31.12.2016) erhöht werden. Dass ein Schuldenstand von fast 13,5 Mio. Euro für eine Gemeinde in der Größe von Treuchtlingen hoch ist, ist Bürgermeister Werner Baum sehr wohl bewusst. Aber mit diesen Investitionen werden neue Werte geschaffen, die somit die Stadt attraktiver, lebenswerter und vor allem zukunftsfähig machen.

  • Stadtwerke. Der Versorgungsbereich der Stadtwerke (ohne Bad) hat in den vergangen drei Jahren Investitionen knapp 8,8 Mio. Euro investiert. In diesem Zeitraum hat sich die Verschuldung um nicht ganz 4,9 Mio. Euro erhöht (von ca. 9 Mio. Euro auf ca. 13,8 Mio. Euro).

  • Altmühltherme. Bezieht man die Altmühltherme mit ein, haben die Stadtwerke Investitionen von ca. 10,9 Mio. Euro getätigt; die Verschuldung ist um 3,9 Mio. Euro gestiegen. In den vergangenen drei Jahren wurden für die Altmühltherme keine Kredite aufgenommen, sondern die laufenden getilgt. Dies wird sich jedoch mit der derzeit laufenden Modernisierung und Attraktivitätssteigerung des Bades ändern. Die Modernisierung wird in den Jahren 2017 und 2018 mit ca. 15,5 Mio. Euro zu Buche schlagen. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei 10 Mio. Euro. Über den Entschluss, in das Bad weiter zu investieren sind die Treuchtlinger geteilter Meinung. Stadtrat, Bürgermeister Werner Baum und auch Badleiter Ulrich Schumann versprechen sich durch den Umbau mehr Besucher und somit die Chance, dass die laufenden Kosten durch die Einnahmen gedeckt werden können. Für Treuchtlingen als touristisch geprägte Stadt ist die Therme eine unverzichtbare Einrichtung.

Die nächsten Meilensteine warten

In den kommen drei Jahren sollen die angelaufenen Projekte realisiert und fertiggestellt, aber auch neue zukunftsweisende Prozesse angestoßen werden. Allen voran wäre die Ansiedlung eines höherklassigen Hotels ein weiterer Meilenstein für die Zukunft von Treuchtlingen. Den bereits erschlossen Baugebieten „Mandelfeld BA II.1„ in Graben (2012) und „Stöckermann“ (2014) in Treuchtlingen werden in den nächsten drei Jahren „Winkel-Süd BA II.1“ und BA II.2 sowie „Mandelfeld BA II.2“ und „An der Festwiese“ in Schambach folgen. Die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Schambach wurde vor wenigen Tagen gefeiert. In den nächsten Jahren stehen die Feuerwehrhäuser in Gundelsheim und Treuchtlingen an. Bürgermeister Werner Baum: „Es geht immer um die Menschen und Institutionen in unserer Stadt und in unseren Ortsteilen. Gerade deshalb muss es unser Auftrag sein, gute Lösungen für eine moderne, attraktive und zukunftsfähige Stadt, zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger, zu erarbeiten und umzusetzen.“

 

 

Treuchtlinger Ortsmitte - Es geht schneller als gedacht

Entgegen dem Bauzeitenplan ist das Bauunternehmen Hirschmann beim Umbau des zukünftigen Partnerschaftsplatzes bereits kurz vor dessen Fertigstellung.

In Konsequenz daraus wird als nächster Schritt in Kürze bereits mit dem Abtragen des Asphaltbelages in einem Teilstück der Bahnhofstraße selbst und den beidseitigen Gehsteigen begonnen. Betroffen ist konkret der Abschnitt von der Ecke „Hörgeräte Eisen“ bis zum Fußgängerüberweg am „San Marco“. Die Chancen stehen aktuell gut, dass die komplette Modernisierung dadurch früher fertig sein könnte als geplant. Leider ergibt sich dadurch auch eine frühere Vollsperrung der Bahnhofstraße für den o.g. Straßenabschnitt.

Um den Durchgangsverkehr möglichst aus der Bahnhofstraße zu halten, wird eine Vorankündigung der Sperrung bereits an der Einfahrt in die Bahnhofstraße am Fußgängerüberweg an der Katholischen Kirche/Ecke Bgm.-Döbler-Allee stehen. Der Verkehr vom Bahnhofsberg bzw. der Elkan-Naumburg-Straße oder Bgm.-Döbler-Allee wird bereits dort über den Kreisverkehr an der Altmühltherme in die Hauptstraße umgeleitet. Dies gilt gegengleich aus Richtung Wallmüllerplatz.

Anlieger können jedoch trotzdem von Richtung Bahnhof in die Bahnhofstraße bis zur Einfahrt in die Fischergasse fahren und werden dann über diese umgeleitet. Kurzfristig wird der Kreuzungsbereich in die Fischergasse zum Abbruch der alten Straße bzw. zur Herstellung des neuen Belags gesperrt. In dieser Zeit muss der aus Richtung Bahnhof einfahrende Verkehr in der Bahnhofstraße wenden und nach Norden die Innenstadt verlassen.

Von Richtung Wallmüllerplatz ist die einseitige Umfahrung über die Ringstraße, entlang des Bahndamms zurück in die Bahnhofstraße möglich. Für die Bauzeit wird diese Straße dann nur als Einbahnstraße befahrbar sein.

Der Volksfestmarkt am Sonntag, 9. Juli wird in einem Teil der Bahnhofstraße und der Fischergasse abgehalten. Der Volksfestzug am Sonntag, 16. Juli wird wie gewohnt durch die Bahnhofstraße gehen.

Für Anwohner, Besucher und Kunden stehen am Wochenmarkt (nicht freitags), in der Ringstraße hinter dem Stadtpark, in der Fischergasse, in der Alten Burgstraße und in der Goethestraße Parkplätze zur Verfügung. Großparkplätze finden Sie an der Stadthalle (nicht während des Volksfestes und während des Auf- und Abbaus) und in der Josef-Lidl-Straße (am Alten Bauhof). Anlieferverkehr an die betroffenen Geschäfte wird in Absprache mit dem Bauunternehmen vor Ort ebenfalls möglich sein.


Freies WLAN in Treuchtlingen

Erster „BayernWLAN“–Hotspot im Rathaus in Betrieb genommen

Sicher, unbegrenzt und ohne Passwort surfen

Im Bürgerbüro im Treuchtlinger Rathaus wurde der erste „BayernWLAN“-Hotspot in Betrieb genommen. Bürger und Besucher können ab sofort kostenlos im Internet surfen. Der Empfangsbereich reicht vom Erdgeschoss des Rathauses bis auf den Rathausplatz.

Einen zweiten Hotspot wird es im Rahmen der Innenstadt-Modernisierung auf dem Partnerschaftsplatz in der Bahnhofstraße geben.

Der Freistaat Bayern plant bis 2020 ein flächendeckendes WLAN bei Behörden, in Kommunen und bei touristischen Zielen, das von allen kostenlos genutzt werden kann. Bisher wurden bereits rund 450 Verträge mit Kommunen über rund 800 kommunale Standorte für BayernWLAN ge-schlossen. Bayernweit ist das WLAN-Netz unter dem gleichen Namen @BayernWLAN zu erkennen.

Die Verbindung hat keine Sicherheitsverschlüsselung. Daher sollten keine sensiblen Daten übermittelt werden. Ein Jugendschutzfilter unterbindet technisch das Aufrufen von jugendgefährdenden Inhalten.

Kostenlos ohne Anmeldung ins Netz – dieser Wunsch wird weltweit immer größer und von der Bevölkerung gleichermaßen selbstverständlich erwartet. Auch die Stadt Treuchtlingen arbeitet daran, die Innenstadt und andere touristische Plätze optimal mit kostenlosem Internet-Zugang zu versorgen. Neben den genannten zwei „BayernWLAN“-Hotspots, die es in der Stadt geben wird, baut die Stadt aber vor allem auf die Kontakte zum unabhängigen Bürgernetz „Freifunk“. Freifunk ist eine einfache, sichere und kostengünstige Möglichkeit. Diese nichtkommerzielle Initiative besteht vor allem aus engagierten Bürgern, die sich in einem Verein zusammen-geschlossen haben.

Bei Freifunk teilen Inhaber eines Internet-Anschlusses über einen zusätzlichen W-LAN-Router, versehen mit der Freifunk-Software, einen Teil ihres Internet-Zuganges mit anderen. Gleichzeitig trennt der Freifunk-Router das eigene Netz komplett vom Freifunk-Netz.

Ohne Verschlüsselung oder Passwort von jedem nutzbar ist Freifunk nicht für den Download großer Datenmengen, sondern einfach für kurze Abfragen im Netz gedacht. Je mehr mitmachen, desto größer, dichter und besser wird das Netz.

Von der Stadtverwaltung selbst aufgebaute Freifunk-Standorte sind bisher:

Rathaus/Rathausplatz, Bücherei, Schloß und Schloßgraben, Bürgerhaus und das Kulturzentrum Forsthaus

Erste Freifunk-Hotspots in Treuchtlingen werden in der Innenstadt aber auch schon von Privatpersonen und Unternehmern betrieben, so z. B. in einer Arztpraxis, einem Therapiezentrum und einem Restaurant.

Bei Interesse stellt die Verwaltung gerne einen Kontakt zu Bürgern her, die in der Freifunk-Organisation engagiert sind und bei der Einrichtung eines Freifunk-Hotspots behilflich sind.

Alle wichtigen Infos zu Freifunk finden Sie im Flyer zusammengefasst.

 

 

Energienutzungsplan für die Kernstadt von Treuchtlingen

Die Stadt Treuchtlingen hat für die Kernstadt die Erstellung eines Energie-nutzungsplans in Auftrag gegeben. Der von ENERGIEAGENTUR Nordbayern ausgearbeitete Endbericht wurde in der Umwelt-, Bau- und Verkehrsausschusssitzung am 16.03.2017 vorgestellt und beschlossen. Die Planerstellung wird durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie gefördert.

Der Energienutzungsplan dient als kommunales Planungsinstrument und wird mit dem Ziel erstellt, eine möglichst verbrauchsarme, auf erneuerbare Energien gestützte, intelligente Strom- und Wärmeversorgung im Gemeindegebiet zu installieren. Der Energienutzungsplan bildet damit die Basis, um Maßnahmen zur Energieeinsparung, Energieeffizienz und zur Umstellung auf erneuerbare Energien zu koordinieren und aufeinander abzustimmen. Er liefert sozusagen eine umsetzungskoordinierte Bedienungsanleitung für die lokale Energiewende.

Die erste Phase der Erstellung des Energienutzungsplans war die umfangreiche Bestands- und Potenzialanalyse. Dabei wurde der gegenwärtige und der zukünftig zu erwartende Energiebedarf, die vorhandene Energieinfrastruktur und die verfügbaren Potenziale erneuerbarer Energien im Untersuchungsgebiet analysiert.

Es wurde zunächst der Energiebedarf der unterschiedlichen Verbrauchergruppen, private Haushalte, kommunale und öffentliche Gebäude, Industrie und Großgewerbe, und deren derzeitiger Einsatz von erneuerbaren Energien ermittelt und analysiert.

Der Endbericht des Energienutzungsplans kann hier eingesehen werden:

- Energienutzungsplan

- Pläne

 

 

 

Aufhebung der Rechtsverordnung über das Verbrennen von holzigen Gartenabfällen im Gebiet der Stadt Treuchtlingen

Aufgrund des Wegfalls der Ermächtigungsgrundlage für alle gemeindlichen Verordnungen,in denen das Verbrennen holziger Gartenabfälle aus in zusammenhängend bebauten Ortsteilen liegenden Gärten zugelassen wurde, wird die Rechtsverordnung über das Verbrennen von holzigen Gartenabfällen im Gebiet der Stadt Treuchtlingen vom 23.07.2010
aufgehoben (Beschluss des Stadtrats vom 09.03.2017).

Treuchtlingen, 14. März 2017
Stadt Treuchtlingen


Werner Baum
1. Bürgermeister

 

 

 

Mikrozensus 2016

Auch im Jahr 2016 wird in Bayern wie im gesamten Bundesgebiet wieder der Mikrozensus, eine amtliche Haushaltsbefragung bei einem Prozent der Bevölkerung, durchgeführt. Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamt für Statistik werden im Laufe des Jahres rund 60 000 Haushalte in Bayern von besonders geschulten und zuverlässigen Interviewerinnen und Interviewern zu ihrer wirtschaftlichen und sozialen Lage sowie in diesem Jahr auch bei ihrem Pendlerverhalten befragt. Für den überwiegenden Teil der Fragen besteht nach dem Mikrozensusgesetz Auskunftspflicht.

im Jahr 2016 findet im Freistaat wie im gesamten Bundesgebiet wieder der Mikrozensus, eine gesetzlich angeordnete Stichprobenerhebung bei einem Prozent der Bevölkerung, statt. Mit dieser Erhebung werden seit 1957 laufend aktuelle Zahlen über die wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung, insbesondere der Haushalte der Familien, ermittelt. Der Mikrozensus 2016 enthält zudem noch Fragen zum Pendlerverhalten der Erwerbstätigen sowie der Schüler und Studierenden. Neben dem hauptsächlich benutzten Verkehrsmittel auf dem Weg zur Arbeits- oder Ausbildungsstätte werden auch die Entfernung und der Zeitaufwand für den Weg dorthin erhoben. Die durch den Mikrozensus gewonnenen Informationen sind Grundlage für die zahlreiche gesetzliche und politische Entscheidungen und deshalb für alle Bürger von großer Bedeutung.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, finden die Mikrozensusbefragungen ganzjährig von Januar bis Dezember statt. In Bayern sind demnach bei rund 60 000 Haushalten, die nach einem objektiven Zufallsverfahren insgesamt für die Erhebung ausgewählt wurden, wöchentlich mehr als 1 000 Haushalte zu befragen.

Das dem Mikrozensus zugrunde liegende Stichprobenverfahren ist aufgrund des geringen Auswahlsatzes verhältnismäßig kostengünstig und hält die Belastung der Bürger in Grenzen. Um jedoch die gewonnenen Ergebnisse repräsentativ auf die Gesamtbevölkerung übertragen zu können, ist es wichtig, das jeder der ausgewählten Haushalte auch tatsächlich an der Befragung teilnimmt. Aus diesem Grund besteht für die meisten Fragen des Mikrozensus eine gesetzlich festgelegte Auskunftspflicht, und zwar für bis zu vier aufeinander folgende Jahre.

Datenschutz und Geheimhaltung sind, wie bei allen Erhebungen der amtlichen Statistik, umfassend gewährleistet. Auch die Interviewerinnen und Interviewer, die ihre Besuche bei den Haushalten zuvor schriftlich ankündigen und sich mit einem Ausweis des Landesamts legitimieren, sind zur strikten Verschwiegenheit verpflichten. Statt an der Befragung per Interview teilzunehmen, hat jeder Haushalt das Recht, den Fragebogen selbst auszufüllen und per Post an das Landesamt einzusenden.

Das Bayerische Landesamt für Statistik bittet alle Haushalte, die im Laufe des Jahres 2016 eine Ankündigung zur Mikrozensusbefragung erhalten, die Arbeit der Erhebungsbeauftragten zu unterstützen.

Weiter Informationen finden Sie unter

https://www.statistik.bayern.de/presse/archiv/2016/6_2016.php