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Thermenstadt im Naturpark Altmühltal

Richard Stücklen

1949 ist Richard Stücklen als damals jüngster Abgeordnete in den ersten Deutschen Bundestag eingezogen. Zehnmal wurde sein Mandat eindrucksvoll von den Wählern bestätigt, bis er am 20.12.1990 mit dem Abschluss der elften Wahlperiode aus dem Deutschen Bundestag ausgeschieden ist, als letzter Abgeordnete, der von der ersten Stunde an dabei gewesen ist.

Von 1953 bis 1957 war er stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und geschäftsführender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe.

Von 1957 bis 1966 war er Postminister und "Vater der Postleitzahlen".

Nach zehn Jahren als Vorsitzender der CSU-Landesgruppe kam der Umstieg ins Amt des Bundestagsvizepräsidenten.

Von 1979 bis 1983 bekleidete er das zweithöchste Staatsamt, nämlich das des Bundestagspräsidenten. Anschließend war er wieder Bundestagsvizepräsident, bis zu seiner Ausscheidung am 20.12.1990.

Ein Auszug aus der Laudatio von Altbürgermeiter Herrmann: "Sie waren ein Glücksfall für unseren Staat und unsere Heimat. Ihre Volkstümlichkeit ist nicht nur Schlagwort, sondern sprichwörtlich. Wer Sie kennt, der schätzt Sie und hat Vertrauen in Ihr Wort. (...) Richard Stücklen gehört zu dem Schlag von Persönlichkeiten, die selten geworden sind, die nie Affären hatten und die stets geradlinig mit Mut, Tatkraft und hohem Sachverstand wichtige Entscheidungen für unser Volk und unsere Heimat mit initiiert bzw. mitgetragen haben."


"Der Stadtrat Treuchtlingen hat mit einstimmigem Beschluss Herrn Dr. Ing. e.h. Richard Stücklen (Bundestagsvizepräsident a.D.) in dankbarer Würdigung seiner Verdienste um das Gemeindewohl und die Entwicklung der Stadt Treuchtlingen in Verbindung mit einer 41-jährigen Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter den Goldenen Ehrenring verliehen."

Treuchtlingen, den 6. Juni 1991

Die Urkunde können Sie hier einsehen.