A A A |
Thermenstadt im Naturpark Altmühltal

Heinrich Aurhammer

(21.07.1856 - 17.07.1926)

Am 21. Juli 1856 erblickte der Fabrikbesitzerssohn im Treuchtlinger Schloß das Licht der Welt. 

 

Nach der Schulausbildung 1875 kam er als Volontär des Fürther Exportfachgeschäfts Daniel Ley nach London. Doch schon im Dezember 1876 holt ihn sein Vater zurück. Er sollte eine kleine bankrotte Bortenfabrik mit neun Arbeitern und einem Lehrling in Weißenburg  übernehmen.


Nach fünf Jahren hatte er den Betrieb so gut saniert, dass die Weißenburger Filiale das Stammhaus in Treuchtlingen unterstützen konnte. Sogar die Märchenschlösser Ludwig II. wurden mit den Erzeugnissen der Fabrik ausgestattet.


1909, nach dem Tod seines Bruders Jacob, übernahm er als alleiniger Besitzer auch den Treuchtlinger Betrieb, der bis dahin im Schloss untergebracht war. Er steckte ein Riesen Vermögen in die Restaurierung des Schlosses, aus welchem er den Fabrikationsbetrieb nach Weißenburg verlegte. In Treuchtlingen brachte er dafür die Gesamtverwaltung des aufblühenden Unternehmens unter.


1911 wurde Heinrich Aurnhammer zum königlichen Kommerzienrat ernannt.


Während des Ersten Weltkrieges stellte die Firma wichtige U-Boot-Teile her, denn Heinrich hatte einen Draht erfunden, der das knapp gewordene Kupfer ersetzte.


Aus Anlass des 150-jährigen Jubiläums der Firma stiftete er seiner Heimatstadt 15.000 Mark und legt mit zwei Stiftungen zu je 5.000 Mark den Grundstein für ein Altersheim.


Am 29. April 1924 wurde ihm „in dankbarer Anerkennung seiner reichen Spenden und seiner Verdienste als Mitglied der städtischen Körperschaften die Würde eines Ehren­bürgers verliehen“.


Von 1897 bis 1912 war er Mitglied des Gemeindecollegiums und von 1912 bis 1917 Mit­glied des Stadtrats.


Nach mehreren Schlaganfällen starb er drei Tage vor seinem siebzigsten Geburtstag. In einer außerordentlichen Gedenkstunde des Stadtrats wurde die damalige Schloßstraße in Heinrich-Aurnhammer-Straße umbenannt.

 

 

zurück