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Wolfgang Herrmann, Bürgermeister von 1984 bis 2008
Wolfgang Herrmann hatte bereits bei der Stadt Treuchtlingen seine Ausbildung absolviert. Neben den einschlägigen Verwaltungsprüfungen hat er das staatliche Wirtschaftsdiplom als Betriebswirt erworben und sich damit fachübergreifendes Wissen angeeignet. 1973 wurde er Leiter des städtischen Ordnungsamtes und wechselte 1982 als Werkleiter zu den Stadtwerken, wo er auch für das Thermal- und Wellenbad verantwortlich war.
1984 wurde der damals 35jährige mit dem beachtlichen Stimmenergebnis von 62,3 Prozent zum Ersten Bürgermeister gewählt. Gleichzeitig zog er als Kreisrat in den Kreistag ein. Er ist seit Mai 1990 Mitglied im Rettungszweckverband Schwabach bzw. im Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Mittelfranken-Süd. Von 2002 bis 2005 war er im Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens "Kliniken des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen" vertreten. In seiner Amtszeit wurde er in verschiedene Ausschüsse des Bayer. Städte- und Gemeindetages berufen. Daneben ist Wolfgang Herrmann seit 1980 Ortsbeauftragter des Technischen Hilfswerkes. Im September 2004 bekam er vom Bayer. Innenministerium die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze ausgehändigt.
In seine Amtszeit fielen eine große Zahl von Bau- und Erschließungsmaßnahmen, wie zum Beispiel
Die Schaffung und der Ausbau der Industrie- und Gewerbegebiete in Treuchtlingen und Wettelsheim sowie die Ansiedlung von Industriebetrieben - und damit auch Schaffung neuer Arbeitsplätze - lagen ihm besonders am Herzen. Weiter wurden die Dorferneuerungen in den Ortsteilen durchgeführt, neue Wohngebiete erschlossen und viele Straßen saniert bzw. ausgebaut.
In Sachen Umweltpolitik brachte Wolfgang Herrmann Treuchtlingen ebenfalls weit nach vorne: So wurden Pilotprojekte in Sachen Arten- und Biotopschutz (z.B. Renaturierung der Altmühl, Schaffung eines Biotopes bei Graben und Dietfurt, Streuobstwiesen, Straßenbegleitgrün usw.), der Einsatz umweltfreundlicher Energietechniken (z.B. in der Altmühltherme, Wasserkraftanlage am Möhrenbach, Erdgastankstelle, Hackschnitzelheizung in Wettelsheim, Photovoltaikanlagen und Solaranlagen zur Brauchwassererwärmung) unterstützt bzw. ausgeweitet und es wurde eine Beratungsstelle des Energietechnologischen Zentrums Westmittelfranken in Treuchtlingen gegründet.
Erwähnenswert ist auch sein kulturelles Engagement. So wurden in seiner Amtszeit die städtische Musikschule und die "Schlossbühne" ins Leben gerufen sowie die Stadt- und Jugendkapelle gegründet. Die Städtepartnerschaft mit der italienischen Stadt Ponsacco (Toskana) im Jahr 2003 hat er ebenfalls ins Leben gerufen.
Dem Sport ist er von Anbeginn verbunden gewesen. Unterstützung von Sport- und Schützenvereinen, Erneuerung der Kunststoffbeläge und der Anlage von Basketballspielfeldern sowie der Tribüne und einer Flutlichtanlage an der Bezirkssportanlage waren ihm ein Anliegen.
Für seine herausragenden bürgerschaftlichen Leistungen erhielt er im April 2008 den Goldenen Ehrenring der Stadt Treuchtlingen überreicht.
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