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Jacob Aurnhammer, Bürgermeister von 1888 bis 1894 und 1907 bis 1909


Er war Inhaber des ersten und ältesten Fabrikunternehmens im Ort, der „Leonischen Tressen- und Seidenmanufaktur“, die 1774 von Johann Kaspar Aurnhammer gegründet wurde. Sie war in einem später abgebrochenen Teil des Schlosses untergebracht, dass sein Urgroßvater 1798 um 3000 Gulden gekauft hatte, nachdem es schon der Spitzhacke zum Opfer fallen sollte. In seiner zweiten kurzen Amtszeit von kaum eineindrittel Jahren erwarb er von Adolf Wurzer dessen privates Gas- und Elektrizitätswerk und legte so den Grundstein zu den heutigen Städtischen Werken. Dafür musste die Stadt für 30 000 Goldmark Schulden machen. Sein Bruder Heinrich Aurnhammer, mit dem er sich nicht recht verstand, übernahm die Konkursmasse einer kleinen Fabrik in Weißenburg und gründete ein Zweigwerk der Bortenfabrik, das rasch einen blühenden Aufschwung nahm und bald das Stammhaus in Treuchtlingen überflügelte.

 

Bürgermeister Jacob Aurnhammer kümmerte sich besonders stark um das Vereinsleben in Treuchtlingen. Er war hier Mitglied von drei Schützenvereinen, mehreren Militärvereinen, vom Stenographenverein „Gabelsberger“ und vom Gesangverein „Harmonie“, vom Gewerbeverein und vom Radfahrverein „Germania“. Am 4. August 1908 wurde die Turnhalle eingeweiht, die er fast allein finanzierte.

 

Plötzlich und unerwartet starb er am 4. August 1909.

 

 

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